{mosimage}Es ist ein geschichtsträchtiges Fleckchen Erde – das drei-Städte-Eck rund ums Hebewerk. Zu entdecken ist es jetzt auf einem Rundwanderweg. Neu ist der Weg eigentlich nicht. Die Heimatvereine Datteln und Waltrop wollen ihn jetzt aber bekannter machen und haben dazu einen Steinwurf vom Parkplatz des Hebewerk-Museums entfernt, eine Hinweistafel aufgestellt. „Den Weg kennt kaum einer“, sagt Gertrud Ritter, Vorsitzende des Dattelner Heimatvereins. „Unscheinbar, aber sehr interessant“, sei er. > weiter

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Heimatfreunde aus Datteln und Waltrop eröffnen den historischen Rundwanderweg. Mit im Bild (v. li.) Museumsleiter Herbert Niewerth, sowie Gertrud Ritter und Dieter Meermann vom Dattelner und Waltroper Heimatverein. Kalthoff

Heimatfreunde aus Datteln und Waltrop machen einen historischen Rundwanderweg komplett


Es ist ein geschichtsträchtiges Fleckchen Erde – das drei-Städte-Eck rund ums Hebewerk. Zu entdecken ist es jetzt auf einem Rundwanderweg.
Neu ist der Weg eigentlich nicht. Die Heimatvereine Datteln und Waltrop wollen ihn jetzt aber bekannter machen und haben dazu einen Steinwurf vom Parkplatz des Hebewerk-Museums entfernt, eine Hinweistafel aufgestellt. „Den Weg kennt kaum einer“, sagt Gertrud Ritter, Vorsitzende des Dattelner Heimatvereins. „Unscheinbar, aber sehr interessant“, sei er.Vier Zeittafeln mit Daten und Fakten zu historisch bedeutsamen Orten haben Dattelns Heimatfreunde in den letzten Jahren im Drei-Städte-Eck aufgestellt – und diese drei markante Punkte können innerhalb von 30 Minuten erwandert werden.Los geht es an dem kleinen Platz an der Straße Am Hebewerk kurz vor dem Hebewerks-Tunnel. Der Weg führt hinunter zum Unterwasser, dort wo der Rhein-Herne-Kanal in den Dortmund-Ems-Kanal mündet.Erste Station ist die Lucasbrücke. Die alte Brücke hatten die Deutschen im Krieg gesprengt, um die vorrückende US-Armee aufzuhalten. Nach dem Krieg wurde eine Brücke montiert, die eigentlich für den Russlandfeldzug gebaut worden war.Wenige hundert Meter weiter weist eine historische Zeittafel auf den in Mergel gegrabenen Luftschutzstollen hin. Der zugemauerte Eingang ist halb überwuchert. In den Stollen flüchtete sich bei Luftangriffen in den Jahren 1944 und 1945 „ganz Meckinghoven“, erinnert sich Gertrud Ritter. Sie selbst war damals 17, 18 Jahre jung, wohnte am Becklemer Weg. „Wir haben damals immer gescherzt: Bis heute Nacht im Stollen. Wenn der Fliegeralarm nachts losging, sind wir alle dorthin gerannt.“Vom Leinpfad aus gibt‘s freie Sicht auf Dattelns Industriekulisse. „Ein beeindruckender Anblick“, findet Gertrud Ritter. „Ob man die Aussicht nun mag, oder nicht – man sieht Dattelns Industriegeschichte: links Ruhr-Zink, dahinter das alte Kraftwerk, rechts den Neubau. Früher sah man von dort aus die Zeche Emscher-Lippe.“Weiter geht’s zur alten Schachtschleuse von 1912. Der Männerkopf, der in den Stein gemeißelt ist, soll übrigens nicht Kaiser Wilhelm II. darstellen, sondern den Eisen-Schiffsbaupionier und Kaiser-berater Rudolph Haack.Die vierte Zeittafel steht an der Friedenskirche, der ältesten evangelischen Kirche im Ostvest, eingeweiht 1901.

Quelle: Dattelner Morgenpost

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Wahlen zum Vorstand standen keine an in der ein  bisschen anderen Jahreshauptversammlung des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln im Hermann Grochtmann-Museum. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Die Vizevorsitzende Maria Huxel ließ ein erfolgreiches Jahr 2009 Revue passieren und die Vorsitzende Gertrud Ritter kündigte ein spannendes Vereinsprogramm für 2010 an. Da wird am Mittwoch, 19. Mai um 15 Uhr zunächst eine neue Hinweistafel am historischen Wanderweg am Schiffshebewerk enthüllt.
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HeimatvereinDie „ein bisschen andere“ Jahreshauptversammlung des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins im Hermann Grochtmann-Museums mit Eröffnung der Ausstellung „Biodiversität in der Kulturlandschaft: (v. li.) Rosemarie Schloßer (Museum), Werner Gessner-Krone (Westfälischer Heimatbund), Gertrud Ritter (Heimatverein Datteln). 

Wahlen zum Vorstand standen keine an in der ein  bisschen anderen Jahreshauptversammlung des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln im Hermann Grochtmann-Museum. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Die Vizevorsitzende Maria Huxel ließ ein erfolgreiches Jahr 2009 Revue passieren und die Vorsitzende Gertrud Ritter kündigte ein spannendes Vereinsprogramm für 2010 an.

Da wird am Mittwoch, 19. Mai um 15 Uhr zunächst eine neue Hinweistafel am historischen Wanderweg am Schiffshebewerk enthüllt. Am Sonntag, 30. Mai um 15 Uhr leistet der Verein einen Beitrag zum Ruhr 2010-Spektakel „Schachtzeichen“ mit einer öffentlichen Veranstaltung mit Wortbeiträgen und Musik im Zelt am Eon-Würfel zum Thema „Unsere Sprache im Wandel der Zeiten“. Unter anderem mit einem „Bauer, Bergmann, Businessmacher – von Platt bis Denglisch“ betitelten Vortrag von Gertrud Ritter. Im weiteren Verlauf des Jahres soll es mit Josef Reding auf den Kreuzweg in Waltrop gehen. Ausflüge mit Besichtigungen nach Soest (Sommer) und in die Arena auf Schalke (6. Oktober) sind ebenso geplant, wie ein Vortrag von Dr. Carlheinz Münnighoff über seine Afrika-Reise.

Im Museum wird der Reichspogromnacht gedacht (November) und im Dezember Weihnachten gefeiert. „Ein bisschen andere Jahreshauptversammlung“ deshalb, weil sich die Teilnehmer viel Zeit nahmen, die Ausstellung „Biodiversität in der Kulturlandschaft“ mit zu eröffnen, deren Mitautoren Werner Gessner-Krone vom Westfälischen Heimatbund bei seinem Einführungsreferat zu lauschen und ihm auf einer Runde durch die Ausstellung zu folgen. Gessner-Krone macht in der Schau - übrigens passend zu 2010 als dem „Jahr der Biodiversität (Artenvielfalt) – am Beispiel seiner Heimatregion Tecklenburg deutlich, wie sich die biologische Vielfalt seit Beginn der industriellen Revolution durch Vernachlässigung und Zerstörung verändert hat. „Seien wir uns bewusst“; sagt Werner Gesssner-Krone, „das Problem Biodiversität lässt sich lösen. Auch – oder gerade - mit oder in einer alten Kulturlandschaft.“ Der Mensch müsse für das Thema sensibilisiert, und das Interesse an der jeweils eigenen Kulturlandschaft geweckt werden. Das möchte er mit der Ausstellung erreichen, mit der er seit 2008 durchs Land tourt: „Es liegt in unserer Verantwortung, die Vielfalt zu  bewahren und für kommende Generationen zu erhalten. Wenn eine Art ausstirbt, ist sie für immer verloren. Es gibt keinen Ersatz, keinen Ausgleich.“

Vor 65 Jahren erlebte die Stadt ihren schwersten Luftangriff

{mosimage}Die Menschen, die gestern bei Sonnenschein durch die Fußgängerzone bummelten, werden wohl kaum daran gedacht haben, wie die Hohe Straße exakt vor 65 Jahren ausgesehen hat. Wer damals hier entlang lief, musste sich durch Schuttberge kämpfen. Datteln hatte soeben den schwersten Luftangriff des Zweiten Weltkriegs erlebt.

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