Beginn: 7. Juni 2017, 14:30 Uhr im Dorfschultenhof Datteln, Genthiner Straße 7

Unter dem Motto „Heimat finden“ hat der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein drei Dattelner Stadtvertreter mit Migrationshintergrund eingeladen. Im Dorfschultenhof (ehem. Hermann-Grochtmann-Museum) werden Muhammet Aytekin (CDU), Hakki Sancaktaroglu (SPD) und Mohamad El-Zein (WG Die Grünen) am 7. Juni 2017 um 14:30 Uhr von ihren Erfahrungen und Erlebnissen berichten, die sie bewegt haben, sich kommunalpolitisch für ihre „Heimatstadt Datteln“ zu engagieren. Sie wohnen und leben in dieser Stadt; das Wohl und Gedeihen dieser Stadt liegt ihnen am Herzen. Sie werden erzählen, wie es dazu kam, dass sie in Datteln ankamen, wie sie hier heimisch wurden und wie sich bei ihnen als persönliches Lebensziel der Wunsch entwickelte, in „ihrer Stadt Datteln“ verantwortliche Funktionen zu übernehmen. Und sicherlich werden sie darüber sprechen, wie lebens- und liebenswert diese Stadt ist und dass kommunalpolitisches Engagement Sinn und Spaß macht, immer in der Absicht, die Stadt voranzubringen und weiterzuentwickeln.

Hochzufrieden mit all dem, was Ihnen an diesem warmen, wunderschönen Sommertag geboten wurde, sind die Teilnehmer der Fahrt des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins in den nordwestlichen Zipfel Westfalens nach Datteln heimgekehrt. Sie hatten den Wechsel des ehemaligen Pfarrers in Datteln, Martin Limberg, ins Gertrudenstift zu Rheine zum Anlass genommen, dem Stift und dem nahe liegenden Kloster Bentlage einen Besuch abzustatten. Das neue Gertrudenstift wurde am 20. März 2005 durch Bischof Dr. Reinhard Lettmann eingeweiht. Martin Limberg, der heute Spiritual in diesem Bischöflichen Exerzitien- und Fortbildungshaus ist, erzählte seinen Gästen aus Datteln von seiner Arbeit in Rheine und zeigte ihnen den modernen, offenen und gradlinigen Bau des Hauses, das allen Suchenden und Christen, Pfarreien, Gemeinschaften und Verbänden ein Ort der Begegnung, der Bildung und der lebendigen Spiritualität sein will.

Nach dem Mittagessen im Gertrudenstift wanderten die Dattelner Heimatfreunde ins benachbarte Kloster Schloss Bentlage. Wegen seiner Lage an der Ems, inmitten der mehrere Jahrtausende alten Kulturlandschaft des Bentlager Waldes, ist das Klosterschloss ein beliebtes Ausflugsziel für (Rad)-Wanderer und Kulturliebhaber. In einem einstündigen Rundgang ließen sich die Besucher über die fast 600jährige Geschichte und die vielfältigen Nutzungen der Klosteranlage heute informieren: das Kloster wurde 1437 von den Kreuzherren des Ordens des Heiligen Kreuzes gegründet und war bis zur Auflösung durch Napoleon 1803 auf seine heutige Größe angewachsen. Besonderen Eindruck hinterließen die zwei spätmittelaterlichen Reliquienschreine im Klostermuseum, sowie die Malereien der bekannten westfälischen Künstler August Macke, Wilhelm Morgner, Paula Modersohn-Becker, Otto Modersohn oder Christian Rohlfs in der „Westfälischen Galerie“. Kaffee und Kuchen unter den riesigen Kastanien des Klostercafés am Ufer der Ems rundeten den gelungenen Tag ab.



Foto: Spiritual Martin Limberg empfängt seine Gäste aus seiner ehemaligen Dattelner Pfarrei an seiner neuen Wirkungsstätte im Foyer des Gertrudenstifts in Rheine-Bentlage.

Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln nimmt den Wechsel des ehemaligen Pfarrers in Datteln, Martin Limberg, ins Gertrudenstift zu Rheine zum Anlass für einen Besuch des Stiftes und des nahe liegenden Klosters Bentlage am 27. Mai 2017. Er möchte Mitglieder und Gäste einladen mitzufahren.

Das neue Gertrudenstift wurde am 20. März 2005 durch Bischof Dr. Reinhard Lettmann eingeweiht. Mit seiner modernen, offenen und gradlinigen Ästhetik möchte das Haus als Exerzitien- und Bildungshaus des Bistums Münster allen Suchenden und Christen, Pfarreien, Gemeinschaften und Verbänden ein Ort der Begegnung, der Bildung und der lebendigen Spiritualität werden. Martin Limberg ist heute Spiritual im Bischöflichen Exerzitien- und Fortbildungshaus und Leiter der Diözesanstelle "Berufe der Kirche" in Münster.

Am Nachmittag erfahren wir in einem Rundgang durch das Kloster Bentlage Wissenswertes über das Kloster heute und seine 500jährige Geschichte. Highlights der Führung sind die spätmittelaterlichen Reliquiengärten im Klostermuseum, sowie die Malereien in der Westfälischen Galerie.

Abfahrt: 9:00 Uhr vom Neumarkt, Rückkehr gegen 20 Uhr. Unkostenbeitrag 35 Euro/Person. Anmeldungen bei Theodor Beckmann Tel. 02363-65852.

… liegt hinter dem Vorsitzenden des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins: am Freitag Teilnahme am Reichshofessen in Oer, am Samstag ein Vortrag vor Marinekameraden aus Westfalen und der traditionelle Schnadgang des Vereins, am Sonntag eine Wanderung zu den Ahsener Fischteichen.

Als Gast bei den Nachbarn in Oer-Erkenschwick

Kultur trifft Lukullisches – so kann man den unterhaltsamen Abend beim Reichshofessen im Pfarrheim St. Peter und Paul in Oer bezeichnen, bei dem sich der Vorsitzende und die Ehrenvorsitzende aus Datteln köstlich amüsierten. Dieses Essen geht zurück auf den historischen Reichshof in Oer und hat beim Heimatverein Oer-Erkenschwick eine mehr als 80-jährige Tradition. Es findet immer nach den beiden Lehrabenden zu Beginn eines jeden Jahres statt. Selbstverständlich steht an diesen Abenden auch Heimatgeschichte auf dem Programm. Bevor sich die Gäste Sauerkraut, Mettwurst und Stampfkartoffeln schmecken ließen, unterhielt Arno Straßmann (Recklinghausen) die Anwesenden mit alten Fotos aus Oer-Erkenschwick, denen er jeweils den Blickwinkel von heute gegenüber stellte..

Ein Vortrag im Heimboot Krebs

Der Vorsitzende der Dattelner Marinekamerdaschaft, Reinhold Kranz, hatte den Vorsitzenden des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins eingeladen, vor den Vertretern des Landesdelegiertentages des Landesverbandes Westfalen im Deutschen Marinebund e. V. Datteln im Wandel der Zeit zu skizzieren. Er nutzte die Gelegenheit, den Bogen zu spannen von den Anfängen der Besiedelung im Dattelner Raum in der Jungsteinzeit (2500 v. Chr.) bis hin zu den Entwicklungschancen der Stadt als Industriegemeinde, Einkaufsstadt und Wohnort zwischen Feldern, Wäldern und Wasser heute. Aufmerksame Zuhörer, langanhaltender Beifall und ein wertvolles Buchgeschenk belohnten den Referenten für seinen informativen Vortrag.

Bereits seit 1976 dient das ehemalige Schnelle Minensuchboot "Krebs", das zwischen 1959 und 1973 im Dienst der Bundesmarine stand, der Dattelner Marinekameradschaft aufgebockt als Heimboot.

Zu Besuch in der Losheide

Das Sammeln von Randerfahrungen ist elementarer Bestandteil des Schnatgangs. Diese Erfahrung machten auch die Teilnehmer des diesjährigen Schnatgangs des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins, als sie sich auf dem Hubertusweg Richtung Losheide bewegten. Begleitet vom ohrenbetäubenden Lärm der Schüsse vom Schießstand gingen sie Richtung Osten. Die sportlichen, die großen, die auf jeden Fall teuren Autos verraten, dass die Nutzer dieser Anlage (mit Kennzeichen aus ganz Nordrhein-Wesfalen) weder Arbeitslose noch Hartz-4-Empfänger sind, sondern dass sie einer wohlhabenden Schicht mit Geld und Einfluss angehören. Und sie wissen, welche Schritte nötig sind, diese in Teilen der Dattelner Bevölkerung unbeliebte und umstrittene Anlage dauerhaft zu erhalten. Mehr als 80 Jahre am Ort, wird sich diese Interessengruppe nicht kampflos von ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung trennen, dem Erzeugen von möglichst viel Krach durch das Betätigen von Schusswaffen.

Der Hubertusweg führt durch Waldgebiet und endet an der Stadtgrenze zu Waltrop. Nach Überquerung der stark befahrenen Waltroper Straße, die Datteln mit Waltrop verbindet, gönnten sich die Teilnehmer des Rundgangs den traditionellen Umtrunk, der beim Überschreiten der Grenze auf das Wohl der Gemeinde gespendet wird. Auf der alten Waltroper Straße, heute Die Teipe genannt, führte der Weg zurück nach Datteln. Zwei Dinge fallen den Grenzgängern auf, erstens die alte Trasse für die Straßenbahnverbindung, die es hier mal zwischen Datteln und Waltrop gegeben hat, und zweitens ein großes schmiedeeisernes Tor, dahinter eine Pappelallee zu einem herrenhausähnlichen Landhaus.

Südlich der Straße, versteckt in einem kleinen Seitenweg hinter den Büschen des kleinen Waldgebiets, liegt das Vereinsgelände des Jagdbogenclubs 1987 Datteln e.V. Die Zukunft dieses Clubs ist gefährdet, da das gepachtete Vereinsgelände für die Ablagerung von Bodenaushub vorgesehen ist, der im Zuge der Kanalverbreiterung anfällt. Die Planungen des Wasserstraßen-Neubauamtes Datteln sehen vor, den Bodenaushub von ca. 1,4 Millionen Kubikmetern auf der Halde Losheide abzulagern.

Vom Regen verschont kehrten die Teilnehmer nach gemütlichen 1½ Stunden an den Ausgangspunkt ihrer kleinen Wanderung am Dattelner Hafen zurück. Weil´s so schön war und die Strecke wirklich abwechslungsreich, aber auch ohne Anstrengung zu schaffen ist, hat die Vereinsführung die Absicht, die Wanderung im Mai zu wiederholen: los geht es am Sonntag, 21. Mai 2017 um 14:30 Uhr am Hafenrestaurant.


Gäste und Mitglieder des Vereins besuchen das Vereinsgelände des Jagdbogenclubs 1987 Datteln e.V.

Auf krummen Pfaden durch die Haard

Aufgeschreckt durch die Nachricht, dass die ehemaligen Fischteiche in Ahsen in den letzten Wochen durch neue Stacheldrahtzäune eingezäunt worden sind, machte sich eine Gruppe von Heimatfreunden unter Leitung von Rolf Sonderkamp (Hohe Mark Tourismus e. V.) auf den Weg, um sich mal diesen Zaun anzusehen. Die Wanderer werden vor lebensgefährlichen Tieren gewarnt, aber es waren keine Tiere zu sehen. Seit den 1970er Jahren sind die ehemaligen großen Wasserflächen, die noch immer gut zu erkennen sind, trocken gefallen, der Damm zwischen den Wiesenflächen, der zum heute verschwundenen Haus des früheren Fischmeisters führt, war aber all die Jahre gut begehbar, jetzt ist die Nutzung durch einen Zaun abgesperrt. Im Februar stand in der Dattelner Morgenpost, dass der Eigentümer der Flächen, die Haus Vogelsang AG, auch hier zehn bis zwölf ihrer beliebten Aubrac-Rinder ansiedeln will, die die Landschaftspflege übernehmen sollen. Dass die neuen Weidezäune im Verlaufe der alten Tramepelpfade durchgekniffen werden, mag für den Eigentümer unerfreulich sein, aber man sollte die Wanderer zumindest darüber aufklären, warum nicht nur das ehemalige südliche Seengebiet eingezäunt wurde, sondern auch der angrenzende als Spazierweg beliebte Damm zwischen den großen Weideflächen.


Am neuerrichteten Gatter an den Ahsener Fischteichen wundert sich Rolf Sonderkamp (Hohe Mark Tourismus e.V. darüber, dass der Weg der 2. Etappe des Hohe-Mark-Steigs durch einen Stacheldraht versperrt ist.

Friedenskirche: Glocken, Altar und Taufbecken sollen erhalten bleiben

Von Norbert Schmitz, Dattelner Morgenpost, 18. April 2017

MECKINGHOVEN. Die Glocken, der Altar und das Taufbecken in der Friedenskirche sollten erhalten bleiben. „Das ist unser großer Wunsch“, appellierte die Ehrenvorsitzende des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins, Gertrud Ritter, an die Verantwortlichen in der evangelischen Kirchengemeinde.

Die 90-Jährige ging vor dem ökumenischen Gottesdienst auf die Bedeutung des ältesten evangelischen Gotteshauses in Datteln ein, das die Wirren zweier Weltkriege überstanden hat. „In all diesen schweren Jahren haben die hier tätigen Pfarrer den Menschen Trost gespendet“, sagte Gertrud Ritter mit bewegter Stimme. Wie berichtet, hat sich die evangelische Gemeinde von der Friedenskirche als Gotteshaus getrennt, nachdem Diakon Horst Borrieß in den Ruhestand verabschiedet worden war.

Zur Erinnerung an das segensreiche Wirken hat Borrieß eine Bildergalerie aller in der Friedenkirche tätig gewesenen Pfarrer angebracht.

Der Gottesdienst mit Pfarrer em. Hans Overkämping wurde traditionell in plattdeutscher Sprache gehalten, auch die Predigt, in der Overkämping auf die Rolle Judas einging, der seinen Freund Jesus für ein paar Silberlinge verraten hatte. „Wenn es diesen Verrat nicht gegeben hätte, könnten wir keinen Gründonnerstag und kein Ostern feiern“, schloss Overkämping.

Theo Beckmann, Vorsitzender des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins, machte darauf aufmerksam, dass die Kollekte für den Erhalt der Friedenskirche sei. „Bitte geben Sie reichlich“, wandte er sich an die Gottesdienstbesucher.

Gleichzeitig machte Theo Beckmann auf die nächsten Aktivitäten der „Plattdeutschen“ aufmerksam. Das ist der Schnatgang am Samstag 22. April, um 14.30 Uhr ab Hafenrestaurant und am 27. Mai eine Tagesfahrt nach Rheine, wo man den ehemaligen Amandus-Pfarrer Martin Limberg besuchen möchte.

Für diese Fahrt nimmt der Vorsitzende (Tel. 65852) noch Anmeldungen entgegen.