Sonntag, 10. September 2017, 11:00 Uhr, Dorfschultenhof

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 statt. Der Tag des offenen Denkmals ist hierbei der deutsche Beitrag zu den "European Heritage Days", die 1991 vom Europarat initiiert wurden. Das Ziel dieses Tages ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Seither treffen sich jedes Jahr am zweiten Sonntag im September Denkmalinteressierte, um geschichtsträchtige Objekte vor Ort zu erleben.

In Kooperation mit der Dattelner Volkshochschule beteiligt sich der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln mit einer Radtour auf den Spuren der Evangelischen Kirchen in Datteln. Die Tour führt zur Lutherkirche, zum Lutherhaus, zur Versöhnungskirche, nach Horneburg und zur Friedenskirche.

Eingeladen zu dieser rund 18 km langen Radtour sind alle Interessierten. Eine Anmeldung oder Vereinsmitgliedschaft ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos. Treffpunkt ist um 11:00 Uhr am Dorfschultenhof Datteln, Genthiner Straße 7.

Tagesfahrt zum Kloster Dalheim am 9. September 2017

Eine Tagesfahrt zur Ausstellung „Luther 1917 bis heute“ im Kloster Dalheim bietet die Volkshochschule am 9. September in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengmeinde und dem Heimatverein statt.

Im Jahr des 500. Reformationsgedenkens widmet sich die Sonderausstellung „Luther 1917 bis heute“ im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim der Figur Martin Luther in der jüngeren Geschichte. Mit der Reformation setzten seine 95 Thesen im Jahr 1517 einen Prozess in Gang, der die Welt verändern sollte. Als Reiseleiter fungieren bei dieser Tagesfahrt Theodor Beckmann (Heimatverein), Thomas Mämecke (Evangelische Kirchengemeinde) und Rosemarie Schloßer (VHS).

Los geht es am 9. September 2017 um 9 Uhr am Neumarkt. Der Bus hält außerdem um 9:15 Uhr am Schloss Horneburg. Die Rückkehr ist für 20 Uhr geplant. Kursgebühr: 30 Euro für Fahrt, Eintritt und Führung. Anmeldung unter 02363/107-388 oder -412.

Begrüßt von einem bildlichen Regenbogen aus Rosenblättern reihen sich der Museumsbesucher ein in den spektakulären Triumphzug des vermeintlichen Germanenbezwingers Germanicus. Zurückversetzt in das Jahr 17 n. Chr. nehmen auch die Teilnehmer der Fahrt des Dattelner Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins teil an Roms brilliant inszenierter Feier des Rückzugs aus dem fernen Germanien, damit auch aus Aliso, dem Lager im heutigen Haltern am See, als triumphalem Sieg. Antike Darstellungen von Triumphzügen und die fliegenden Rosenblätter umgeben ihn rechts und links des Weges fast wie real auf großen bedruckten Textilwänden.

Ausgewählte Exponate erklären dem Besucher das Thema „Triumph“, ob es sich nun um die Miniatur eines Siegesdenkmals aus der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin handelt oder um Darstellungen von Triumphwagen auf Münzen. Mehr als 250 Kunstwerke und Artefacte haben die Ausstellungsmacher aus Italien, Kroatien, der Schweiz, Slowenien, Ungarn und der Vatikanstadt zusammengetragen, um die Umdeutung dieses Misserfolges in einen Sieg verständlich zu machen. Zudem veranschaulichen zahlreiche Funde aus den römischen Lagern entlang der Lippe sowie zahlreiche Exponate von weiteren Fundplätzen in Germanien das – letztendlich vergebliche – Bemühen der Römer, komplett in Germanien Fuß zu fassen.


Sehenswert ist auch das Außengelände des Museums, die Stelle des damaligen Legionslagers Aliso: im Anblick des 2016 aus stabiler westfälischer Eiche teilrekonstruierten imposanten Befestigungswalls kann der Besucher nachempfinden, wie stark die Römer hier schon auftrumpften.


Vor dem Symbol des wirtschaftlichen und sozialen Aufstiegs Halterns in der frühen Neuzeit, dem Hafenkran, auch Lippekran genannt, verabschiedet sich die von Theodor Beckmann geführte Gruppe des Dattelner Heimatvereins von Haltern am See.

„Je globaler die Welt wird, umso stärker wird das Bedürfnis nach Heimat, nach einem Zusammengehörigkeitsgefühl vor Ort. Viele Menschen beunruhigt die zunehmende Schnelligkeit. Sie sehnen sich nach Halt und Orientierung in der Stadt, in der Region, in der sie leben. Deshalb wollen wir uns für lebenswerte Städte einsetzen und dazu beitragen, Traditionen in den einzelnen Regionen zu stärken und zu erhalten.“

Anlässlich des Besuchs der neuen nordrhein-westfälischen „Heimatministerin“ Ina Scharrenbach in Haltern, zu der Vertreter von Heimatvereinen, Schützenvereinen und Spielmannszügen eingeladen waren, bot sich die Gelegenheit, gemeinsam über Heimatkultur, Tradition und Brauchtum zu sprechen. In ihrer kurzen Ansprache hat Frau Scharrenbach die Buchstaben des Begriffs „HEIMAT“ aufgeschlüsselt und den Wortsinn aus Ihrer Sicht erläutert: Das „H“ im Begriff steht für Hinhören, das „e“ für ehrenamtliches Engagement, das „i“ für Identität, das „m“ für Miteinander, das „a“ für Aufbruch und das „t“ für Toleranz.



Letzte Woche nutzten Theodor Beckmann und Maria Huxel vom Plattdeutschen Sprach- und Heimatverein Datteln die Chance, die neue nordrhein-westfälische Heimatministerin Ina Scharrenbach kennen zu lernen.

Start der Radtour: Sonntag, 27. August 2017, 10:30 Uhr ab Datteln Neumarkt

Traditionell lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein zum Abschluss der Sommerferien Mitglieder und Gäste ein zum sanften Reisen: In diesem Jahr führt die Radtour am 27. August zum Römermuseum in Haltern am See. Dort wird an historischer Stelle die Welt der Römer lebendig. Im Museum zeugen über 1.200 Original-Exponate von der hochentwickelten Kultur und Technik der Römer; eine Zugangsrampe erlaubt den Blick auf die Aliso-Baustelle; und die Sonderausstellung "Triumph ohne Sieg. Roms Ende in Germanien" beleuchtet, wie nach den vergeblichen Bemühungen des Germanicus, die verlorenen rechtsrheinischen Gebiete zurück zu erobern, der Rhein wieder die Grenze Roms zum freien Germanien wurde. Weitere Informationen zu dieser Rundtour, die um 10:30 Uhr am Dattelner Neumarkt startet (ca. 45 km), sind beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann (Tel. 02363-65852) erhältlich. Eine förmliche Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos; für den Besuch des Museums wird vor Ort Eintritt (8 Euro) erhoben.