Theodor Beckmann (li.) vom Dattelner Heimatverein und Schwester Josefa (Mi.) von St. Dominikus konnten diese Woche eine kleine Besuchergruppe aus Erkelenz in der Meckinghovener Kirche begrüßen. Der Vorsitzende des Erkelenzer Heimatvereins Günther Merkens (re.) und seine Begleiter bereiten gerade eine Ausstellung zu den Werken des Erkelenzer Bildschnitzers Peter Tillmanns vor, der auch den Hochaltar, die Kreuzwegstationen und zahlreiche der Heiligenfiguren in St. Dominikus geschaffen hat. Der in Erkelenz wohnende Fotograf Tran Viet Son hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine umfangreiche Dokumentation der Kunstwerke Tillmanns zu erstellen; dazu gehören auch die Meckinghovener Schätze. Die Ausstellung wird am 18. März 2017 in Erkelenz eröffnet.

Zum Ende der Sommerferien lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein in Kooperation mit der VHS am 21. August 2016 seine Mitglieder und Gäste zu einer Radtour nach Herten-Westerholt ein. Los geht es um 10.30 Uhr am Dattelner Neumarkt zunächst in Richtung Oer-Erkenschwick und zu einer ersten Rast in der Hertener Ried. Nach einem längeren Aufenthalt im historischen Ortskern der früheren Freiheit Westerholt steht die „Allee des Wandels“, die ehemalige Zechenbahntrasse zwischen den Bergwerken Westerholt, Langenbochum, Scherlebeck und Recklinghausen, im Zentrum des Interesses. Die Gesamtstrecke ist erst in diesem Jahr eingeweiht worden und steht mit guten Erfolgsaussichten im Finale des EU-Wettbewerbs RegioStars 2016. (Die „Allee des Wandels“ ist in der Kategorie „CityStar – Innovative Lösungen für nachhaltige Stadtentwicklung“ nominiert.) Weitere Informationen zu dieser Rundtour (ca 50 km) sind beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann (Tel. 02363-65852) erhältlich. Eine förmliche Anmeldung ist nicht erforderlich.

Über 20.000 Spindeln drehten sich einst in der Spinnerei Herding in Bocholt. Heute ist der imposante Backsteinbau mit seinen vier Geschossen ein Forum für Textilkultur. In dem behutsam restaurierten Industriedenkmal werden Geschichte und Gegenwart des Textilen lebendig. Sonderausstellungen geben Einblicke in historische und moderne Technik, zeigen Modedesign und internationale Textilkunst.

Im Rahmen einer fachkundigen Führung möchte der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein seinen Mitgliedern und Gästen am Samstag, 2. Juli 2016 das Textilmuseum in Bocholt zeigen, ehe es weitergeht zur benachbarten Burg Anholt. Burg Anholt, eines der größten Wasserschlösser Westfalens, ist seit 1811 Hauptsitz der Fürstenfamile zu Salm-Salm. Um 1700 erfolgte der Ausbau zu einer repräsentativen Barockresidenz. Das Ensemble wird von einer weiträumigen Parkanlage umgeben.

In Kooperation mit der VHS Datteln geht es los um 9 Uhr ab Datteln Neumarkt, 9.15 Uhr ab Schloss Horneburg. Gebühr 35 Euro/Person. Anmeldungen bei der VHS Datteln 02363/107-425 oder beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann 02363/65852.

Sonntag war der Tag der Umwelt – deshalb führte der Vorsitzende des Plattdeutschen Sprach- und Heimatveeins Datteln die Gruppe mit ihren Fahrrädern zu Zeugnissen des Bergbaus im Castroper Raum. Bei herrlichem Sommerwetter ging die Tour vorbei an hoch in den Himmel ragenden Fördertürmen, mit Kunstwerken gekrönten Bergehalden, liebevoll renovierten Wohnsiedlungen und hatte ihren Höhepunkt im Industriemuseum auf der Zeche „Zollern II/IV“.

Das Ruhrgebiet ist geprägt von den Hinterlassenschaften des Bergbaus. Am Sonntag, 5. Juni 2016, dem Tag der Umwelt, bietet der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein eine Radtour ins Revier südlich von Datteln an. Dort sind auf den ehemaligen Zechengeländen Gewerbeparks oder Kulturzentren entstanden; schmucke, stilvoll renovierte Bergarbeitersiedlungen oder Vogelteiche als Folge von Bergsenkungen machen das Leben der Menschen attraktiver; ein Kunstwald lädt die Anwohner ein zur gemütlichen Rast.

Die Strecke ist etwa 45 km lang. Los geht es um 10:30 Uhr vom Parkplatz der Dattelner Kinderklinik, Herdieckstraße. Eine längere Pause (mit Einkehrmöglichkeit) ist auf der ehemaligen Zeche Zollern in Bövinghausen vorgesehen. Dort ist das Westfälische Industriemuseum zu Hause. Vor allem bekannt durch sein spektakuläres Jugendstiltor, sind hier wechselnde Ausstellungen zu Themen aus der Ruhrgebietsgeschichte zu sehen. Aktuell widmet sich die Sonderausstellung „Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles - Leitbilder im Ruhrgebiet nach 1945“ einem weitgehend vergessenen Stück Kulturgeschichte des Reviers, die sich zwischen Traditionspflege und moderner Kunst, Bergarbeiterkultur und Pop bewegt.

Für den Eintritt ins Industriemuseum müssen die Teilnehmer der Radtour eine Gebühr von 3,50 Euro entrichten; Gäste sind herzlich willkommen. Nähere Informationen erteilt der Vereinsvorsitzende Theo Beckmann: Telefon 65852.