Tagesfahrt zum Kloster Dalheim am 9. September 2017

Eine Tagesfahrt zur Ausstellung „Luther 1917 bis heute“ im Kloster Dalheim bietet die Volkshochschule am 9. September in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengmeinde und dem Heimatverein statt.

Im Jahr des 500. Reformationsgedenkens widmet sich die Sonderausstellung „Luther 1917 bis heute“ im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim der Figur Martin Luther in der jüngeren Geschichte. Mit der Reformation setzten seine 95 Thesen im Jahr 1517 einen Prozess in Gang, der die Welt verändern sollte. Als Reiseleiter fungieren bei dieser Tagesfahrt Theodor Beckmann (Heimatverein), Thomas Mämecke (Evangelische Kirchengemeinde) und Rosemarie Schloßer (VHS).

Los geht es am 9. September 2017 um 9 Uhr am Neumarkt. Der Bus hält außerdem um 9:15 Uhr am Schloss Horneburg. Die Rückkehr ist für 20 Uhr geplant. Kursgebühr: 30 Euro für Fahrt, Eintritt und Führung. Anmeldung unter 02363/107-388 oder -412.

Begrüßt von einem bildlichen Regenbogen aus Rosenblättern reihen sich der Museumsbesucher ein in den spektakulären Triumphzug des vermeintlichen Germanenbezwingers Germanicus. Zurückversetzt in das Jahr 17 n. Chr. nehmen auch die Teilnehmer der Fahrt des Dattelner Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins teil an Roms brilliant inszenierter Feier des Rückzugs aus dem fernen Germanien, damit auch aus Aliso, dem Lager im heutigen Haltern am See, als triumphalem Sieg. Antike Darstellungen von Triumphzügen und die fliegenden Rosenblätter umgeben ihn rechts und links des Weges fast wie real auf großen bedruckten Textilwänden.

Ausgewählte Exponate erklären dem Besucher das Thema „Triumph“, ob es sich nun um die Miniatur eines Siegesdenkmals aus der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin handelt oder um Darstellungen von Triumphwagen auf Münzen. Mehr als 250 Kunstwerke und Artefacte haben die Ausstellungsmacher aus Italien, Kroatien, der Schweiz, Slowenien, Ungarn und der Vatikanstadt zusammengetragen, um die Umdeutung dieses Misserfolges in einen Sieg verständlich zu machen. Zudem veranschaulichen zahlreiche Funde aus den römischen Lagern entlang der Lippe sowie zahlreiche Exponate von weiteren Fundplätzen in Germanien das – letztendlich vergebliche – Bemühen der Römer, komplett in Germanien Fuß zu fassen.


Sehenswert ist auch das Außengelände des Museums, die Stelle des damaligen Legionslagers Aliso: im Anblick des 2016 aus stabiler westfälischer Eiche teilrekonstruierten imposanten Befestigungswalls kann der Besucher nachempfinden, wie stark die Römer hier schon auftrumpften.


Vor dem Symbol des wirtschaftlichen und sozialen Aufstiegs Halterns in der frühen Neuzeit, dem Hafenkran, auch Lippekran genannt, verabschiedet sich die von Theodor Beckmann geführte Gruppe des Dattelner Heimatvereins von Haltern am See.

„Je globaler die Welt wird, umso stärker wird das Bedürfnis nach Heimat, nach einem Zusammengehörigkeitsgefühl vor Ort. Viele Menschen beunruhigt die zunehmende Schnelligkeit. Sie sehnen sich nach Halt und Orientierung in der Stadt, in der Region, in der sie leben. Deshalb wollen wir uns für lebenswerte Städte einsetzen und dazu beitragen, Traditionen in den einzelnen Regionen zu stärken und zu erhalten.“

Anlässlich des Besuchs der neuen nordrhein-westfälischen „Heimatministerin“ Ina Scharrenbach in Haltern, zu der Vertreter von Heimatvereinen, Schützenvereinen und Spielmannszügen eingeladen waren, bot sich die Gelegenheit, gemeinsam über Heimatkultur, Tradition und Brauchtum zu sprechen. In ihrer kurzen Ansprache hat Frau Scharrenbach die Buchstaben des Begriffs „HEIMAT“ aufgeschlüsselt und den Wortsinn aus Ihrer Sicht erläutert: Das „H“ im Begriff steht für Hinhören, das „e“ für ehrenamtliches Engagement, das „i“ für Identität, das „m“ für Miteinander, das „a“ für Aufbruch und das „t“ für Toleranz.



Letzte Woche nutzten Theodor Beckmann und Maria Huxel vom Plattdeutschen Sprach- und Heimatverein Datteln die Chance, die neue nordrhein-westfälische Heimatministerin Ina Scharrenbach kennen zu lernen.

Start der Radtour: Sonntag, 27. August 2017, 10:30 Uhr ab Datteln Neumarkt

Traditionell lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein zum Abschluss der Sommerferien Mitglieder und Gäste ein zum sanften Reisen: In diesem Jahr führt die Radtour am 27. August zum Römermuseum in Haltern am See. Dort wird an historischer Stelle die Welt der Römer lebendig. Im Museum zeugen über 1.200 Original-Exponate von der hochentwickelten Kultur und Technik der Römer; eine Zugangsrampe erlaubt den Blick auf die Aliso-Baustelle; und die Sonderausstellung "Triumph ohne Sieg. Roms Ende in Germanien" beleuchtet, wie nach den vergeblichen Bemühungen des Germanicus, die verlorenen rechtsrheinischen Gebiete zurück zu erobern, der Rhein wieder die Grenze Roms zum freien Germanien wurde. Weitere Informationen zu dieser Rundtour, die um 10:30 Uhr am Dattelner Neumarkt startet (ca. 45 km), sind beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann (Tel. 02363-65852) erhältlich. Eine förmliche Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos; für den Besuch des Museums wird vor Ort Eintritt (8 Euro) erhoben.

Kreuz erinnert an ehemalige Kapelle mit Friedhof

In der Bauerschaft Datteln-Klostern befand sich im späten Mittelalter an der Straße „Im Steinacker“, bis ins 19. Jahrhundert auch „Kerkweg“ genannt, eine Kapelle mit einem kleinen Friedhof. Dieser wurde am 16. Juli 1381 von dem Ritter Theodoricus von Wildouwe und seiner Familie der St. Amanduskirche gestiftet. Die Verstorbenen seines Hauses und seiner sechs Güter konnten dort bestattet werden. Für eine jährliche Rente von einer Mark in Dortmunder Währung sollte der Dattelner Pfarrer hier jeden Monat eine heilige Messe lesen oder lesen lassen. Das Gelände der Kapelle und des Friedhofes hatten einen besonderen Status: Da durch Anordnung von Kaiser Karl dem Großen dort niemand verhaftet oder vertrieben werden durfte, egal was er getan hatte, bestand bis zur Gerichtsverhandlung Friedenspflicht für alle, die dort Schutz suchten.

Über das Ende der Burg Wildau und der kirchlichen Anlage gibt es keine schriftlichen Unterlagen. Es ist zu vermuten, dass nach dem Dreißigjährigen Krieg diese Stätten verwüstet waren und nicht wieder aufgebaut wurden, weil, ausgehend vom Sterberegister der St. Amanduskirche, die Verstorbenen ab Mitte des 17. Jahrhunderts immer in Datteln beerdigt wurden. So wie es üblich war, hat man dort, wo die Kapelle und der Friedhof waren, ein Holzkreuz errichtet, das aber in den 1940er Jahren (zur Zeit des NS-Regims) entfernt wurde.

Der in Datteln-Klostern geborenen Heimatforscherin Rita Antonia Möcklinghoff-Kohts geb. Mönnich gen. Pflips war es ein Herzensanliegen, dass auf dem historischen Gelände am „Steinacker“ wieder ein Kreuz zur ehrenvollen Erinnerung an die Kapelle und den Ort der dort Bestatteten aufgestellt wird. Daher stiftete sie jetzt ein Marmorkreuz als kulturhistorisches Andenken, das am 25. Juli 2017 im Beisein des Bürgermeisters, der Nachbarn und des Vorsitzenden des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins eingeweiht und von Pfarrer Hugo Bresser gesegnet wurde.



Der Vorsitzende des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Theodor Beckmann nahm als Gast an der Einweihung des neuen Gedenkkreuzes in der Wildau teil. Mit der Stifterin Frau Rita Möcklinghoff-Kohts wünscht er sich, dass alle Bürger und Bürgerinnen, vor allem die Klosterner, diesen besonderen Ort als Teil der gemeinsamen Geschichte in Ehren halten.