Aktuelles

  • Fahrt ins Venner Moor

    am Samstag, 13. Juli 2019, 13 Uhr ab Horneburg, 13:15 Uhr ab Neumarkt

    Das Venner Moor ist ein ehemaliges Hochmoor in der Nähe von Senden, unmittelbar am Dortmund-Ems-Kanal gelegen. Die Dattelner Volkshochschule und der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein wollen dieses Regenmoor, das weitgehend abgetorft wurde, auf dem ausgewiesenen Rundweg (4,7 km) durchwandern. Ein Teilstück des Weges ist inzwischen mit einem Bohlenweg ausgestattet. Im Zentrum des Naturschutzgebietes liegen waldfreie Reste des ehemaligen Torfkörpers. Hier befinden sich vier große, inzwischen wassergefüllte Torfstiche, in denen zögerlich ein Renaturierungsprozess stattfindet. Das übrige Gebiet ist heute weitgehend mit Birken und Kiefern bewaldet. Den Abschluss des Nachmittags bildet ein gemeinsames Kaffeetrinken in Senden. Anmeldungen für die Fahrt nehmen die VHS (02363-107425) oder der Vereinsvorsitzende Theodor Beckmann (02363-65852) entgegen. Der Unkostenbeitrag beträgt 25 Euro.

  • Von Datteln nach Wesel

    Lippeabwärts, nach Wesel am Rhein, ging die diesjährige Tagesfahrt des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins. Am Willibrordi-Dom, der evangelischen Stadtkirche Wesels, begrüßte Herr von Blomberg die mitgereisten Mitglieder und Gäste; anschließend zeigte er ihnen die Kirche und erklärte ihnen, wie eine so kleine Stadt wie Wesel im Mittelalter zu einer so großen Kirche gekommen ist. Die verkehrstechnisch günstige Lage der Stadt an der Mündung der Lippe in den Rhein hatte Wesel reich und attraktiv werden lassen; dies veranlasste die wohlhabenden Bürger, ihre Stadtkirche mehrmals zu vergrößern, ja – im ewigen Wettstreit - sie größer zu erbauen als die Kirchen der Nachbarstädte. Und sie schmückten sie zudem mit einem fast 100 Meter hohen Turm.

    Als reiche und bedeutende Stadt am Niederrhein war Wesel auch immer das Ziel der Begierde ausländischer Machtinteressen: die Niederländer, die Spanier, die Franzosen, zuletzt die Preußen zogen in die Stadt ein und befestigten sie mit Stadtmauer und Zitadelle. Der Besuch dort war dem Thema „Von Wilhelm nach Weimar“ gewidmet, einer anschaulichen Sonderausstellung mit vielen Exponaten aus den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Sie erinnert daran, dass sich das Deutsche Reich vor 100 Jahren nach der Abdankung des Kaisers Wilhelm II. und der parlamentarischen Revolution im Sommer 1919 in Weimar die erste demokratische Verfassung gegeben hat.

    Zum Abschluss der Fahrt gab es bei herrlichem Sonnenschein am Ufer der Lippe auf der Terrasse des Lippeschlösschens Kaffee und Kuchen.

  • Tagesfahrt nach Wesel

    am Samstag, 01. Juni 2019 um 9 Uhr ab Neumarkt, um 9:15 Uhr ab Horneburg

    Den Namen des Bürgermeisters von Wesel kennt jeder, die Stadt selbst kennt dagegen kaum jemand. Deshalb unternehmen Volkshochschule und Heimatverein eine Tagesfahrt in die Stadt, die dort liegt, wo die Lippe in den Rhein fließt. Die Hanse und die Preußen haben den Charakter der Stadt geprägt: eine bunte und lebendige Fußgängerzone, der Willibrordi-Dom und die preußische Zitadelle laden ein zum Besuch. Anmeldungen für die Fahrt nehmen die VHS (02363-107425) oder der Vereinsvorsitzende Theodor Beckmann (02363-65852) entgegen. Der Unkostenbeitrag beträgt 35 Euro.

  • Einladung zum diesjährigen Schnadgang

    Am Samstag, dem 27. April 2019, um 14.30 Uhr, macht sich der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein auf den Weg zum diesjährigen Schnatgang. Der Verein hat diese rechtsgeschichtliche Tradition des Grenzgangs für Datteln wiederbelebt und lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, sich dem alten und seit Jahrhunderten fortbestehenden Brauch der Grenzbegehung anzuschließen. In diesem Jahr geht es in Richtung Haus Gutacker, d. h. der Stadtgrenze mit Rapen/Oer-Erkenschwick. Treffpunkt: Datteln-Hagem, Hagemer Kirchweg 95.

  • Ökumenischer Gottesdienst am Gründonnerstag in der Friedenskirche

    Wieder einmal haben Gertrud Ritter und Elisabeth Heckmann engagiert und liebevoll den Ökumenischen Gottesdienst am Gründonnerstag in der Friedenskirche gestaltet, zusammen mit Margarethe Dördelmann an der Orgel und den beiden Geistlichen Pfarrer Hans Overkämping und Diakon Horst Borieß. Den Namen der kleinen Kirche am Schiffshebewerk aufgreifend baten sie in der Karwoche um den Frieden für alle Menschen auf dieser Welt. Pfarrer Overkämping wählte als Thema für seine in plattdeutscher Sprach gehaltene Predigt das Tagesthema der Fußwaschung. Jesus hat sich niedergebeugt und seinen Jüngern stellvertretend für alle Menschen, den Armen, den Kranken, den Aussätzigen, den Behinderten, den Ausgegrenzten, „de Foete, de Mauken und de Quanten“ gewaschen, weil er sie ernst nimmt, weil er ihnen zeigen will, dass sie dazugehören, dass sie einbezogen sind in sein Reich, sei es auf Erden oder im Himmel.

  • Einladung zum ökumenischen Gottesdienst am Gründonnerstag in der Friedenskirche

    18. April 2019, 15 Uhr, Friedenskirche am Schiffshebewerk

    Am Gründonnerstag, den 18. April 2019, findet um 15:00 Uhr in der Friedenskirche am Schiffshebewerk der ökumenische Gottesdienst zur Karwoche statt. Der Gottesdienst in plattdeutscher Sprache wird organisiert von den Heimatvereinen Datteln und Waltrop. Er wird zelebriert von Pfarrer Hans Overkämping und Schifferpastor Horst Borrieß. Dazu laden wir herzlich ein.

  • Gefüllte Kasse und neue Pläne

    Plattdeutscher Sprach- und Heimatverein will aktiv bleiben.

    Von Sebastian Balint, Dattelner Morgenpost, 15. März 2019

    Datteln. In einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins 1922 e.V. wurde auch dem kürzlich überraschend verstorbenen Pfarrer Ludger Schneider gedacht. So geschehen am Mittwochnachmittag im Rahmen der ordentlichen Jahreshauptversammlung, zu der der Heimatverein seine Mitglieder in den Dorfschultenhof eingeladen hatte.

    Nach einem kurzen Grußwort des 1. Vorsitzenden Theodor Beckmann wurde das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung verlesen, gefolgt von einer kurzen Rückschau auf das vergangene Jahr. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt, denn der Verein glänzt durch zahlreiche Aktivitäten. Getreu dem Motto „Wer rastet, der rostet“ gab es keinen Monat im zurückliegenden Jahr, in dem der Verein inaktiv gewesen ist. So besuchte der Verein etwa im Januar zwei Krippen in Recklinghausen, richtete einen viel geachteten Neujahrsempfang im Dorfschultenhof aus, feierte einen ökumenischen Gottesdienst auf Plattdeutsch am Gründonnerstag und unternahm mehrere Fahrradtouren und Museumsbesuche.

    Ebenso positiv fiel auch der Kassenbericht aus. Das Vereinssäckel ist gut gefüllt und die Einlagen konnten sogar, im Gegensatz zum Vorjahre, noch erhöht werden. Der sich anschließende Antrag der Kassenprüferin, den Vorstand zu entlasten, wurde einstimmig angenommen.

    Neben vielerlei Freizeitaktivitäten will der Verein sich vor allem darum bemühen, dass die Stadt in das Deutsche Riga-Komitee beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aufgenommen wird. Erste Kontakte gab es bereits in der Vergangenheit. Theo Beckmann will diese mit einer Reise nach Riga noch in diesem Jahre wieder aufnehmen.

    Zu Gast im Heimatverein: Regina Brautmeier (Schulleiterin), Lisa Krawcov, Luca Zeitler, Lisa-Marie Nadler, Franziska Puls, Victoria Schefers, Rebecca Buddrus. Die Jugendlichen der Kultur-AG des Comenius Gymnasiums lasen von Werner Fondermann zusammengestellte Texte von Annette von Droste-Hülshoff, die Anwesenden belohnten den Vortrag mit großem Beifall. Vorsitzender Theodor Beckmann bedankte sich für die inzwischen zum regelmäßigen Termin gewordene Lesung der Kultur-AG beim Heimatverein Datteln.

  • Jahreshauptversammlung am 13. März 2019

    Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln erinnert seine Mitglieder an die Jahreshauptversammlung am 13. März 2019 um 15 Uhr im Dachsaal des Dorfschultenhofes. Im Anschluss an die alljährlichen Berichte und an das gemütliche Kaffeetrinken werden Schüler und Schülerinnen der Kultur AG des Comenius-Gymnasiums Texte von Annette von Droste-Hülshoff lesen. Sie würdigen damit eine westfälische Schriftstellerin, die in keiner deutschen Literaturgeschichte fehlt. Sie kämpfte ein Leben lang gegen die Erwartungen ihres Standes und ihrer Familie, die literarische Leistungen, gar von einer Frau, nicht ernstnahmen und öffentliches Auftreten grundsätzlich ablehnten.

  • Filmnachmittag: „Westfalenlied“ – Ein Heimatfilm vom Land der Roten Erde

    Mittwoch, 13. Februar 2019, 15 Uhr, im Dachsaal der Dorfschultenhofes, Genthiner Straße 7

    Dieser Film aus dem Jahre 1957 rückt die Schönheit und Vielfalt Westfalens ins Bild. Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln lädt alle Interessierten, Vereinsmitglieder und sonstige Heimatfreunde, zur Vorführung des Films am 13.02.2019 um 15 Uhr in den Dachsaal des Dorfschultenhofes ein; eine Mitgliedschaft ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. Wie üblich gibt es in der Pause auch Kaffee und Kuchen.

    1955 hatte der junge Filmregisseur Karl-Heinz Kramer die Idee, einen Heimatfilm über Westfalen zu drehen. Der im 35mm-Format gedrehte Kinofilm wurde damals von Presse und Rundfunk hoch gelobt: Der Streifen sei „ein wirklicher Jedermann-Film“, ein „Stück Heimatkunde, wie sie sonst nicht zugänglich ist“ (Ev. Pressedienst), und „ein Loblied auf das schöne Westfalen“, das „aber dennoch jeder falschen Heimattümelei“ entbehre (Westdeutscher Rundfunk). Die Recklinghäuser Zeitung meinte: „Viele Motive hat man bisher noch nicht in solcher Prägnanz gesehen.“

    Während der Kommentar des Film möglicherweise heute ein wenig antiquiert wirkt, haben seine Bilder ihre Faszination jedoch nicht verloren. Im Gegenteil: Sie bilden wichtige visuelle Zeugnisse ihrer Entstehungszeit und zeigen zum Teil längst vergangene Ortsbilder, Brauchtümer, Wirtschaftsweisen und Moden der 1950er Jahre in Westfalen.

  • Neujahrshörnchen und Höhepunkte

    Von Fabian Hollenhorst, Dattelner Morgenpost, 10. Januar 2019

    DATTELN. Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln blickt ein letztes Mal auf das vergangene Jahr zurück und widmet sich dann dem Programm für ein ereignisreiches 2019.

    Zahlreiche Hände musste der Vorsitzende Theodor Beckmann beim jährlichen Neujahrsempfang des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins schütteln. Lang waren die ruhigen und besinnlichen Tage, in gemütlicher Runde im Dachsaal des Dorfschultenhofes sollte aber auf ein ereignisreiches neues Jahr aufmerksam gemacht werden. Ganz ohne einen Rückblick ginge dies aber nicht.

    „Die Details spare ich mir aber für die Jahreshauptversammlung im März auf“, sagte Beckmann und wollte den Empfang im Dachsaal in den Vordergrund stellen. Ein Höhepunkt sind traditionell die selbst gebackenen Neujahrshörnchen, die schon bei der Ankunft der Gäste mit großer Vorfreude auf den Tischen begutachtet wurden. Martina Beckmann und Adelheid Luchini haben die Leckerbissen gemeinsam hergestellt. Dafür gab es neben dem großen Dank der Anwesenden auch Blumensträuße geschenkt.

    Nach der Begrüßung der Ehrengäste – Beckmann hatte Bürgermeister André Dora, die Fraktionsvorsitze, die Kirchen sowie auch die Initiative Datteln geladen – folgten die Veranstaltungshöhepunkte: Am 25. Mai geht es an die Höttingstraße, um das 125-jährige Bestehen der Wegekapelle zu feiern. Dieses Ereignis nahm Beckmann zum Anlass, der Wegekapelle in Natrop gleich mehrere Seiten, gespickt mit historischen Aufnahmen, im Vestischen Kalender 2019 zu widmen. Insgesamt befinden sich dort vier Dattelner Geschichten, empfiehlt der Vorsitzende einen Blick hinein. Bei einer Fahrt nach Wesel werden die Stadtgrenzen dann am 1. Juni zum Tagesausflug verlassen. Im zweiten Teil der Veranstaltung stellt dann Dr. Carlheinz Münninghoff seinen neuen Apotheken-Kalender vor, den er seit 1992 auflegt und darin einen Blick auf die Stadtgeschichte wirft.

    Der Vorsitzende des Heimatvereins Theodor Beckmann und Bürgermeister André Dora reichen den zahlreichen Gästen des Neujahrsempfangs die selbstgemachten Neujahrshörnchen. Foto: Andreas Kalthoff