Aktuelles

  • Christliche Wegbegleiter in Datteln

    Ausstellung im St. Vincenz-Krankenhaus eröffnet

    Theodor Beckmann, Vorsitzender des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln hat eine Auswahl der schönsten und bedeutendsten Symbole des christlichen Brauchtums aus Datteln und den angrenzenden Bauerschaften zusammengestellt. Bis zum 8. Juni 2018 hängen die Fotos im Foyer des St. Vincenz-Krankenhauses in Datteln. Zu sehen sind neben Wegekreuzen auch Bildstöcke, Heiligenhäuschen und Wegekapellen.

    Die christlichen Wegbegleiter sind entweder aus Stein oder aus Holz gefertigt. Die dargestellten Motive sind vielfach dem Neuen Testament entnommen worden, neben dem gekreuzigten Christus auch die Gottesmutter Maria, Auch in der heutigen Zeit sind sie ein fester Bestandteil unserer westfälischen Heimat und Ausdruck großer Glaubenskraft und Gottvertrauens. Alle interessierten Besucher sind herzlich eingeladen, sich von den Denkmälern inspirieren zu lassen.

    Rosemarie Schloßer (VHS), Theodor Beckmann (Heimatverein), Wolfgang Müller (St. Vincenz-Krankenhaus) und Heinz-Norbert Benterbusch (stellv. Bürgermeister) eröffnen die Fotoausstellung im Foyer des Krankenhauses mit einem Glas Orangensaft.

  • Schönheit der Natur im Mittelpunkt

    Die wunderbare Landschaft rund um Haus Vogelsang erkundete jetzt der Heimatverein mit einem ausgedehnten Schnatgang.

    Von Norbert Schmitz, Dattelner Morgenpost, 24. April 2018

    Datteln. Vorsitzender Theo Beckmann hatte sich wie gewohnt bestens auf diesen Spaziergang vorbereitet und vermittelte den Teilnehmern viel Wissenswertes. Am alten Fährhaus, wo die Stadtgrenze zwischen Datteln und Olfen liegt, soll Karl der Große einst die Lippe überquert haben. Damals war der Fluss noch nicht reguliert und diese Regulierung wird nun mit einem enormen Aufwand vom Lippeverband so gut wie es geht rückgängig gemacht. Dadurch, so stellten die Schnatgänger fest, hat die Landschaft schon jetzt ein völlig anderes imposantes Aussehen erhalten. „Die alten Lippearme werden wieder hergestellt“, wusste ein Teilnehmer.

    Theo Beckmann konzentrierte sich auf die Historie von Haus Vogelsang. „Hier gehen ein uralter Adelssitz und ein junges Unternehmen, nämlich die Haus Vogelsang GmbH, eine nachhaltige Verbindung ein.“

    Zwischen 1750 und 1752 wurde das schlichte zweigeschossige Herrenhaus erbaut. In der frühen Neuzeit wurde Haus Vogelsang Zollstation und entwickelte sich im 18. Jahrhundert zu einem landwirtschaftlichen Großbetrieb. Letzte Adelsfamilie auf Haus Vogelsang war die Familie von Twickel, die 1989 alle Gebäude und das dazu gehörige etwa 900 Hektar umfassende Land an die Ruhrkohle AG verkaufte, wohl auch vor dem Hintergrund, dass man mit der Nordwanderung des Bergbaus eventuellen kostenintensiven Bergschäden aus dem Weg gehen wollte. Von der Ruhrkohle AG wurde schließlich die Haus Vogelsang GmbH gegründet, die in erster Linie Grünflächenmanagement betreibt. Im alten Herrenhaus haben die Landschaftsagentur Plus und die Stiftung Haus Vogelsang ihre Büroräume. Die ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Gebäde, unter anderem der ehemalige Schweinestall, in dem bis zu 2000 Tiere gehalten wurden, dienen der HVG als Lagerhallen und Maschinenremise.

    Die Teilnehmer des Schnatgangs zeigten sich beeindruckt sowohl von der historischen Bedeutung des Otes, als auch von der Schönheit der Natur zwischen Haus Vogelsang und der Lippe. Und natürlich warfen sie einen Blick auf das neue Storchennest, wo die inzwischen heimischen Altvögel wohl mit dem Brutgeschäft begonnen haben.

    Zu dem hübschen Ensemble der liebevoll restaurierten und behutsam modernisierten Betriebs- und Bürogebäude der Haus Vogelsang GmbH zählt auch die alte, unter Denkmalschutz stehende Ölmühle, die ihren Betrieb bereits 1924 eingestellt hatte. Heute dient das schmucke Bauwerk als Besprechungsraum.

  • Frühlingserwachen

    Es schmilzt der Schnee, es kommt das Gras, Die Blumen werden blühen; Es wird die ganze weite Welt In Frühlingsfarben glühen.

    (Hermann Löns 1901)

    Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln hat die uralte Tradition des Schnadgangs wiederbelebt. In diesem Jahr geht es in Richtung der nordöstlichen Grenze des Stadtgebiets zwischen Datteln und Olfen. Diesen Wegen und Flächen dort zwischen dem Haus Vogelsang und dem ehemaligen Schleusenwärterhaus am Rande des Naturschutzgebiets Lippeaue stehen gewaltige Veränderungen bevor. Deshalb lädt der Verein seine Mitglieder und alle interessierten Dattelner Bürger/innen ein, sich am 21. April 2018 um 14:30 Uhr am Parkplatz Haus Vogelsang zu treffen und sich dem Schnadgang anzuschließen. Der Rundweg ist etwa 4 km lang, die sich anschließende Einkehr soll den Nachmittag beenden.

  • Ökumenischer Gottesdienst am Gründonnerstag in der Friedenskirche

    29. März 2018, 15 Uhr, Friedenskirche am Schiffshebewerk

    Am Gründonnerstag, den 29. März 2018 findet um 15:00 Uhr in der Friedenskirche am Schiffshebewerk der ökumenische Gottesdienst zur Karwoche statt. Der Gottesdienst in plattdeutscher Sprache wird organisiert von den Heimatvereinen Datteln und Waltrop. Er wird zelebriert von Pfarrer Hans Overkämping und Schifferpastor Horst Borrieß. Dazu laden wir herzlich ein.

  • Zeittafel am Dorfschultenhof erneuert

    Zwei Gründe gab es, die Zeittafel am Dorfschultenhof zu erneuern: zum einen war sie von Unbekannten mutwillig zerstört worden, zum anderen beherbergt das Haus nicht mehr das Hermann-Grochtmann-Museum. Die jetzige Nutzung des Hauses als VHS-Geschäftsstelle hat eine Neufassung der jüngsten Informationen auf der Tafel erforderlich gemacht. In dieser Woche hat die Firma WOYDÈ WERBUNG die neue Tafel neben dem Eingang angebracht. Heimatvereins-Vorsitzender Theo Beckmann begutachtet das gute Stück und zeigt sich von der Ausfertigung und Anbringug der neuen Zeittafel hoch zufrieden.

  • Vom Adelssitz zur Rektoratsschule

    Das Schloss Löringhof hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die ist jetzt in einer Ausstellung im Dorfschultenhof zu sehen.

    Von Uwe Walkötter, Dattelner Morgenpost, 16. März 2018

    Datteln, Sechs Adelssitze gab es einst in Datteln, darunter auch das Schloss Löringhof, auf dessen Gelände heute das Kohlekraftwerk Datteln 4 steht und auf seine Inbetriebnahme wartet. Aber auch ohne Kraftwerk hat der Adelssitz eine bewegte Geschichte hinter sich, die jetzt im Dorfschultenhof in einer Ausstellung der Volkshochschule (VHS) dokumentiert wird.

    Die Ausstellung mit 13 Infotafeln war vor Jahren schon einmal im damaligen E.ON-Infowürfel am Kanal zu sehen – zusammengetragen von Mitarbeitern des Energiekonzerns. „Schon damals kam uns die Idee, diese Ausstellung einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Denn die Ausstellung ist wirklich gut gemacht“, erklärt VHS-Leiterin Rosemarie Schloßer bei der Eröffnung.

    Neben der Chronologie des Schlosses zeigt die Ausstellung die Geschichte der Adelsfamilie und in einem dritten Tel die Bezüge des Adelssitzes zu Datteln. Löringhof habe für Datteln eine besondere Bedeutung gehabt, so Rosemarie Schloßer. Was sich auch im Dattelner Stadtwappen widerspiegelt. Das Wappen von Löringhof zeigt drei Ringe, und ein Ring wurde neben dem Kreuz ins Dattelner Wappen aufgenommen. Der einstige Adelssitz war in den 1920 Jahren Rektoratschule für die „oberen Zehntausend“ der Stadt, bis am Südring das neue Gymnasium errichtet wurde, weiß Heimatsvereins-Vorsitzender Theo Beckmann zu berichten. Danach begann der Niedergang des Gebäudes, das im Zweiten Weltkrieg wegen der Nähe zur Zeche und dem Kanal von vielen Bomben getroffen und zerstört wurde. Ende der 1960er Jahre wurden die Überreste abgerissen.

    INFO Die Ausstellung ist bis Mitte April im Dachsaal des Dorfschultenhofes, Genthiner Straße 7, von Mo. bis Fr. zu sehen.

    13 Tafeln informieren im Dorfschultenhof über die Geschichte von Schloss Löringhof. Eröffnet wurde die Ausstellung von VHS-Leiterin Rosemarie Schloßer, Dezernent Dirk Franke, der Ehrenvorsitzenden Gertrud Ritter, Vize- Bürgermeister Norbert Benterbusch und Heimatvereins-Vorsitzenden Theo Beckmann (v.l.).

  • Zu Besuch in Wuppertal

    Die Fahrt mit der weltbekannten Schwebebahn zählte zu den Höhepunkten des Ausfluges des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins nach Wuppertal. Bei herrlichem sonnigen Winterwetter präsentierte sich das quirlige und lebendige Stadtzentrum zwischen Hauptbahnhof und Neuem Rathaus von seiner besten Seite.

    Beeindruckt zeigten sich die Besucher auch vom renommierten Von der Heydt- Museum im Stadtteil Elberfeld, für das Dr. Gerhard Finckh in vierjähriger Vorbereitung viele Gemälde des französischen Malers Edouard Manet (1832-1883) zu einer großen Sonderausstellung zusammengestellt hat, Manets Blder werden umrahmt von zahlreichen wertvollen Werken, gemalt von den Kollegen seiner Zeitepoche, die oftmals dem Wuppertaler Museum gehören.

    „Obwohl Edouard Manet seinen Freunden, den sogenannten Impressionisten, sicher viele Anregungen gegeben hat, ja manchen gilt er sogar als der Vater des Impressionismus, waren ihm seine Freunde in der Hinsicht möglicherweise etwas zu oberflächlich. Ich glaube, Edouard Manet wollte da weitergehen. Ihm genügte es nicht, einen schönen sonnigen Tag zu malen, sondern er wollte hinter die Fassade schauen und das, was dahinter ist, der französischen Gesellschaft vermitteln. Darum ging es ihm. Ihm ging es immer um das Wesentliche, das er hinter den Dingen sah, und das wollte er erklären. Deshalb hatte er am Anfang im Salon so große Schwierigkeiten, denn mit diesen Neuigkeiten konnte die französische Gesellschaft in der Mitte des 19. Jahrhunderts zunächst nicht umgehen. Diese Gratwanderung, die Edouard Manet sein Leben lang gemacht hat, zwischen der Innovation und dem Bestehen im Salon, das macht ihn zu diesem großen, bedeutenden Maler, denn er vermittelt die modernen Ideen an eine neue Gesellschaft. So gesehen, wird Edouard Manet, als er etwa 50 Jahre alt ist, geradezu zum Übervater der modernen französischen Malerei.“ (Gerhard Finckh, Museumsdirektor)

    Den Abschluss der Ausstellung bilden vier Gemälde, die 1882 kurz vor Manets Tod entstanden und eine Reihe von strahlenden Gartenbildern aus Rueil zeigen.

  • Mit der Schwebebahn zur Manet-Ausstellung

    am 14. Februar 2018, 9:00 Uhr ab Neumarkt, 9:15 Uhr ab Horneburg

    Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln verbindet – im Rahmen eines Tagesausflugs – zwei der Wuppertaler Sehenswürdigkeiten miteinander: die weltbekannte Schwebebahn und das renommierte Von der Heydt-Museum. Durch das enge Tal, hoch über der Wupper, fahren die Bahnen auf einer Strecke von 10 km über dem Fluss direkt ins Stadtzentrum. Ziel ist zum einen das Von der Heydt- Museum, das die französischen Impressionisten einem größeren Publikum vorstellen möchte. Nach Renoir, Monet, Sisley, Pissarro, Degas und Rodin zeigt es zurzeit Werke von Edouard Manet (1832-1882). Die Schau präsentiert Bilder aus seiner ganzen Schaffenszeit. Zum anderen locken das Luisenviertel im angrenzenden Stadtteil Elberfeld oder der benachbarte Stadtteil Barmen mit dem Alten Markt. Anmeldungen für die Fahrt nehmen entgegen die kooperierende Volkshochschule (Tel. 107 357) oder der Vereinsvorsitzende Theodor Beckmann (Tel. 65852). Für die Teilnahme an der Fahrt wird ein Unkostenbeitrag von 35 Euro/Person erhoben.

  • Jahresprogramm 2018

    • 14.02.2018 (Mi.) Tagesfahrt nach Wuppertal
      • Fahrt mit der Schwebebahn
      • Besuch der Manet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum
      • Bummel durch die Innenstadt von Elberfeld (Luisenviertel)

      9:00 Uhr ab Neumarkt, 9:15 Uhr ab Horneburg

    • 14.03.2018 (Mi.) Jahreshauptversammlung
      mit Ausstellungseröffnung „Geschichte von Schloss Löringhof“
      15:00 Uhr – Dachsaal, Dorfschultenhof

    • 29.03.2018 (Do.) Ökumenischer Gottesdienst
      15 Uhr – Friedenskirche

    • 21.04.2018 (Sa.) Schnatgang
      14:30 Uhr ab Haus Vogelsang (Ahsen) zur Stadtgrenze mit Olfen

    • 16.05.2018 (Mi.) Volksliedernachmittag mit Christoph Vatheuer
      14:30 Uhr – Dachsaal, Dorfschultenhof

    • 03.06.2018 (So.) Radtour zur renaturierten Emscher in Castrop-Rauxel
      13 Uhr ab Parkplatz Kinderklinik (nach Henrichenburg und Ickern)

    • 04.07.2018 (Mi.) DFB-Fußballmuseum Dortmund
      13:00 Uhr ab Neumarkt, 13:15 Uhr ab Horneburg

    • 10.08.2018 (Fr.) Fahrt mit dem S 91 nach Münster
      9:42 Uhr ab Kinderklinik, 9:47 Uhr ab Neumarkt, 9:53 Uhr ab Münsterstraße,
      in Münster u. a. Besuch der Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“
      im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Eintritt frei),
      Rückfahrt ab Münster: 17:40 Uhr ab Ludgeriplatz,
      Rückkehr in Datteln kurz nach 19:00 Uhr

    • 26.08.2018 (So.) Radtour nach Lippramsdorf
      10:30 Uhr ab Neumarkt

    • 09.09.2018 (So.) Tag des Offenen Denkmals / Vestisches Radeljahr
      11 Uhr ab Dorfschultenhof – in Richtung Ahsen, Bockum, Redde

    • 06.10.2018 (Sa.) Erntedankgottesdienst
      17 Uhr St. Josef-Kirche –
      anschließend Zusammensein im Gemeindezentrum

    • 09.11.2018 (Fr.) Pogromgedenken
      Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben

    • 04.12.2018 (Mi.) Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Bocholt?
      13:00 Uhr ab Neumarkt, 13:15 ab Horneburg

    • 19.12.2018 (Mi.) Adventliche Besinnung
      15 Uhr – Friedenskirche

    • 09.01.2019 (Mi.) Neujahrsempfang (– Kalender Dr. Münnighoff)
      15:00 Uhr – Dachsaal, Dorfschultenhof
  • Das Vereinsjahr 2018 nimmt Fahrt auf

    Bei Neujahrshörnchen und Kaffee ließen sich die Mitglieder des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins einerseits entführen in das Vereinsjahr 2017 mit seinen zahlreichen Höhepunkten; Vereinsvorsitzender Theodor Beckmann machte sie aber auch vertraut mit den Veranstaltungen des Jahres 2018, z. B. die Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn zur Manet-Ausstellung im Februar, der Volksliedernachmittag mit Christoph Vatheuer im Dorfschultenhof im Mai oder der Besuch des Fußballmuseums während der Weltmeisterschaft im Sommer.

    Bürgermeister Dora dankte dem Verein für die gute Zusammenarbeit und lobte die Zuverlässsigkeit des Vorstandes. Apotheker Dr. Münnighoff überreichte allen Gästen einen Historischen Kalender; zu den einzelnen Bildern gab er Hintergründe und erzählte kleine Geschichten.