Verleihung des Dattelner Heimat-Preises 2025

Angeregt durch den Vorsitzenden des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins hatte der Rat im Frühjahr beschlossen, in diesem Jahr zum ersten Mal den NRW-Heimat-Preis auch für Datteln zu verleihen. Im September hatte der Verein der Jury drei Initiativen mit heimatkundlichem Charakter vorgeschlagen. Am Mittwoch Abend (26.11.) konnten die drei Preisträger ihre Auszeichnungen entgegen nehmen.

Den 1. Preis erhielt der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg: Er hatte im Mai 2025 die vierte Ausgabe der Horneburger Blätter herausgebracht. Damit haben die Dorfarchivare historische Quellen, Dokumente und Forschungsergebnisse des Archivs über die Zeit von 1933 bis 1945 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So leisten sie einen wertvollen Beitrag, um die Vergangenheit ins Bewusstsein zu rücken und Denkanstöße für die Gegenwart zu geben.

Den zweiten Preis teilten sich zwei Initiativen, die auf den Spuren der Stolpersteine nach Spuren jüdischen Lebens in Datteln suchten. Am Anne-Frank-Aktionstag, dem 12. Juni 2025, waren Schülerinnen und Schüler der Wolfhelmschule in die Innenstadt gekommen: sie hatten im Unterricht erfahren, dass vor hundert Jahren mehrere jüdische Familien in Datteln lebten. Nun wollten sie mit eigenen Augen sehen, wo die jüdischen Familien gewohnt und gearbeitet hatten. Die 14- bis 16-jährigen Mädchen und Jungen lauschten aufmerksam den grausamen und traurigen Geschichten.

Bereits im Januar 2025 organisierten Schülerinnen und Schüler des Comenius-Gymnasiums für vierte Klassen der Gustav-Adolf-Grundschule einen Spaziergang zu sechs Stolpersteinen-Standorten der Stadt. Vor Ort wurden die Grundschülerinnen und -schüler von Oberstufen-Schülerinnen und Schülern der Stufe Q2 des Comenius-Gymnasiums empfangen. Die hatten kurze Vorträge vorbereitet, um den Jüngeren die Menschen hinter den kleinen Gedenktafeln näherzubringen.