27.01.2026
Gunter Demnig, bekannt für seine Initiative, mit Stolpersteinen an die Opfer des Naziregimes zu erinnern, ist mal wieder nach Datteln gekommen, um sein aus mehr als 100.000 Steinen bestehendes Kunstwerk um einen Stein zu erweitern.
Unser Vereinsvorsitzender Theodor Beckmann war selbstverständlich bei der Feierstunde zugegen; er ließ es sich nicht nehmen, an alle Anwesenden eine der jüngst herausgegebenen Stolperstein-Briefmarken der Deutschen Post zu verteilen.
Der neue Stolperstein vor dem Haus An der Mühle 1a erinnert an Peter Jakob Theisen. Er wurde 1907 in Püttlingen geboren und zog als Kind mit seiner Familie nach Datteln. Aufgrund einer Epilepsie-Erkrankung wurde er im nationalsozialistischen System als „minderwertiges Leben“ stigmatisiert. Am 13. August 1942 wurde er in der Landesheilanstalt Eichberg ermordet. Er war erst 34 Jahre alt. Durch die Verlegung eines Stolpersteins in Datteln holen wir ihn aus den Akten zurück in das Leben unserer Stadt, in die Erinnerung seiner Familie.
Ziel der Stolperstein-Verlegungen ist es, an Opfer nationalsozialistischer Gewalt zu erinnern, lokale Geschichte sichtbar zu machen und einen Beitrag zur historisch-politischen Bildung sowie zur Stärkung demokratischer Werte zu leisten. Die anderen 20 Dattelner Stolpersteine erinnern an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die vor den Nazis geflohen waren oder von den Nazis ermordet wurden.
