Adventsbasar in Datteln-Hagem

am 16. November 2025 von 12 bis 18 Uhr auf Hof Beckmann, Hagemer Kirchweg 95

Auch in diesem Jahr richtet der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein am Sonntag, 16. November 2025, einen prächtigen Weihnachtsmarkt aus. Die geschmackvoll geschmückten Tenne des Hofgebäudes Hagemer Kirchweg 95 ist in eine romantische Weihnachtsstimmung gehüllt. Von 12 bis 18 Uhr werden die Marmeladen und Deko-Artikel der Schüler-Werkstatt der Raoul-Wallenberg-Schule („Aus Alt wird Neu“), schmucke Adventsgestecke und -kränze und mehrere weihnachtliche Stände mit vielen kleinen Geschenkideen angeboten und Groß und Klein mit Kleinigkeiten viel Freude schenken. Bei Kaffee und Kuchen, Waffeln und Grillwürstchen werden die Besucherinnen und Besucher auf das Weihnachtsfest eingestimmt.

Warum das Bier (beinahe) aus Dortmund verschwand

Eine kleine, aber erlesene Gruppe lauschte in dieser Woche dem Vortrag des Vorsitzenden des Evinger Geschichtsvereins Wolfgang Skorvanek. Er führte uns durch die Geschichte des vermutlich ältesten alkoholhaltigen Getränks und erzählte uns alles Wissenswerte über die Erfindung des Biers vor rund 7.500 Jahren bis zur Frage, warum heute immer weniger davon getrunken wird. Dabei ging es nicht nur um das Reinheitsgebot: Bier stand in seinen unterschiedlichsten Formen schon immer unter staatlicher Aufsicht. Bereits im alten Babylon gab es vor 4.000 Jahren harte Strafen für Bierpanscher – sie sollten in ihren eigenen Fässern ertränkt oder so lange mit Bier übergossen werden, bis sie erstickten.

Im Mittelalter wurde fast überall Grutbier gebraut – eine hustensaftähnliche, klebrige Flüssigkeit, hergestellt aus allem, was die Natur hergab. Später setzte sich das Hopfenbier durch, das zunächst überwiegend von Frauen gebraut wurde, die oftmals unter dem besonderen Schutz der Stadt standen.

Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erholten sich die meisten Brauereien mit dem Wiederaufstieg der Kohle- und Stahlindustrie – und Dortmund wurde zu einer weltweit bedeutenden Bierstadt. Doch seit Mitte der 1960er Jahre begann der Niedergang. Die Dortmunder Brauereien verloren an Bedeutung; heute existieren in Dortmund nur noch zwei Brauunternehmen.

Rettung der Gedenktafeln

Heute hatten der neue Ortsheimatpfleger Kevin Nikodem und der Heimatvereinsvorsitzende Theodor Beckmann ihren ersten gemeinsamen Auftritt: die Rettung der historischen Gedenktafeln aus der entwidmeten Josefkirche mit den Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Söhnen der Hagemer Kirchengemeinde.

Als die Katholische Kirchengemeinde St. Amandus vor einigen Wochen kein Interesse am Erhalt dieser Tafeln gezeigt hatte, waren sich die beiden Heimatforscher sofort darin einig: diese beiden Tafeln mit den 92 Namen bekannter Hagemer Familien müssen unbedingt vor der endgültigen Zerstörung und dem Bauschutt gerettet werden.

Mit sieben starken Männern, unter ihnen der gelernte Steinmetz Andreas Rüttershoff, wurden die schweren Gedenktafeln aus belgischem Granit fachmännisch aus ihrer Verankerung gehoben, aus der Kirche getragen und auf einen Hänger verladen. Sie wurden erst einmal sicher eingelagert, in aller Ruhe kann dann in den nächsten Monaten über einen neuen Standort für diese Tafeln nachgedacht werden.

Bier ist Thema des Dattelner Sprach- und Heimatvereins

Die Geschichte des Dortmunder Bieres, Mittwoch, 08. Oktober 2025, 17.00 Uhr, im Dachsaal des Dorfschultenhofes, Genthiner Straße 7, 45711 Datteln. Für die Besucher ist der Eintritt frei. 

Da braut sich etwas zusammen“, sagt Theodor Beckmann, Vorsitzender des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln. Denn beim nächsten Geschichtstreff des Vereins dreht sich alles um BierVon der Erfindung des Biers vor rund 7.500 Jahren bis zur Frage, warum heute immer weniger davon getrunken wird, führt Wolfgang Skorvanek, Vorsitzender des Dortmund-Evinger Geschichtsvereins, durch die Geschichte des vermutlich ältesten alkoholhaltigen Getränks. Er wird sowohl über den Aufstieg der Dortmunder Brauereien nach dem Zweiten Weltkrieg als auch über den Niedergang seit Mitte der 1960er Jahre erzählen. Heute existieren in Dortmund nur noch zwei Brauunternehmen.

Foto: Frauen in der Bier-Produktion: In den 1950er Jahren waren sie Hilfskräfte, wie hier im Flaschenkeller der Dortmunder Union-Brauerei AG. 

Abseits des Autoverkehrs

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche möchte der Dattelner Heimatverein zeigen, dass das Radwegenetz im Ruhrgebiet unterdessen mehr und mehr Möglichkeiten eröffnet, die Nachbarstädte auf Wegen abseits des Autoverkehrs sicher und entspannt zu erreichen: auf zu Radwegen ausgebauten ehemaligen Zechenbahntrassen, auf Betriebswegen an den Kanälen oder an der Emscher, auf komfortablen, blau beschilderten Fahrradstraßen.

Ziel der diesjährigen Tour war der Bochumer Norden: Über Suderwich, den Frankenweg, eine gelungene Fahrradstraße, nach Recklinghausen, dann über die Allee des Wandels zur Zeche Ewald in Herten, über die Ewaldtrasse zur 153 Meter langen Grimberger Sichel, die sich schwungvoll über den Rhein-Herne-Kanal schwingt, und über die Erzbahntrasse zur ehemaligen Krupp-Zeche Hannover in Bochum-Günnigfeld.

Nach einer längeren Pause und der Besichtigung des Zechenmuseums ging es weiter entlang der Grummer Teiche, über die Lothringentrasse nach Gerthe, von dort durch das Herner Hügelland und das Emscherland zurück nach Datteln.

Wie immer gab es am Wegesrand Interessantes zu entdecken: Höhepunkte der Tour waren sicherlich der Besuch der Maschinenhalle der Zeche Hannover, die Runde durch die benachbarte Bergarbeitersiedlung Dahlhauser Heide und die Einkehr beim Griechen am Gerther Markt.