Veranstaltung im Rahmen der „Woche der Demokratie 2026“

Die Würde des Menschen ist unantastbar - Nie wieder Zwangsarbeit!

am Sonntag, 19.04.2026, 13 Uhr ab Dorfschultenhof Datteln, Genthiner Straße 8

Besuch der Ausstellung „Kinder, die nicht zählten“ des Heimatvereins Waltrop im Heimathaus Waltrop, Riphausstraße 31 und des Mahnmals am ehemaligen Entbindungs- und Abtreibungslager in Waltrop-Holthausen

Stilisierte Grafik eines aufgespannten Schirms mit dem Schriftzug „Viele gemeinsam für alle“ auf hellem Hintergrund

Die Ausstellung und das Mahnmal erinnern daran, dass im Frühjahr 1943 in der Waltroper Bauerschaft Holthausen ein Entbindungs- und Abtreibungslager für Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa eingerichtet wurde. Viele der dort geborenen Kinder überlebten nicht.

Mit dieser Veranstaltung will der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln 1922 e.V. die Gräuel eines undemokratisches Systems, des Nationalsozialismus, aufzeigen. 

Wir wollen auf die Wichtigkeit von demokratischen Werten hinweisen, die Wichtigkeit und Existenz von demokratischem Handeln aufzeigen und dies in unserer Stadt sichtbar machen. 

Mit unserer Radtour wollen wir ein gemeinsames Zeichen setzen für Freiheit, Vielfalt, Solidarität und Toleranz.

Unsere Feierabend-Radtouren starten wieder

Gruppe von Radfahrerinnen und Radfahrern mit Helmen vor Schloss Sandfort bei Olfen-Vinnum während einer Pause.
Unsere Feierabend-Radtouren starten wieder
am 09. April 2026 um 16.30 Uhr ab Quartier Süd am Meckinhover Markt

Auch in diesem Jahr werden Theo Beckmann und Christa Rikaid vom Plattdeutschen Sprach- und Heimatverein Datteln die Feierabend-Radtouren im Rahmen des Nachbarschaftsprojekts „Miteinander im Dattelner Süden“ wieder begleiten. Einmal die Woche bieten sie für alle, die sich nicht alleine, sondern lieber in einer Gruppe aktiv vom Alltag erholen möchten, geführte Radtouren an, immer donnerstags, von April bis Oktober.

Gestartet wird jeweils um 16:30 Uhr am Quartier Süd am Meckinghover Markt zu einer 2 bis 2,5-stündigen leichten Tour durch die Umgebung. Auch wenn sich die 20 bis 30 km langen Touren manchmal ähneln und teilweise wiederholen, sind doch immer wieder Strecken dabei, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend sagen: „hier bin ich ja noch nie gewesen“ oder „diese Streckenführung war aber ganz besonders“. 

Zwischendurch machen wir kleine Pausen an schönen Orten, manchmal verbinden wir das Radfahren mit Natur- und Kulturerlebnissen, zum Abschluss lassen wir die Radtour noch gemütlich in einem Lokal oder Biergarten ausklingen, wobei stets ein reger Erfahrungs- und Meinungsaustausch stattfindet.

Teilnehmen kann jede bzw. jeder kostenlos, Voraussetzung ist nur ein verkehrstüchtiges Fahrrad. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Foto: Auf unseren Fahrten im letzten Jahr zählte Schloss Sandfort bei Olfen-Vinnum zu den Zielen, wo wir angehalten und eine kleine Pause eingelegt haben.

Gelungener Auftakt der Wochen gegen Rassismus

Gruppe von etwa zwanzig Personen bei einem Rundgang zu Stolpersteinen in einem Wohngebiet in Datteln

Zwanzig Personen waren zum Dorfschultenhof gekommen, die dem Vorsitzenden des Dattelner Heimatvereins folgen wollten zu den Stolpersteinstandorten in unserer Stadt. Unter dem Motto „Nie wieder Minderheiten ausgrenzen“ verurteilte Theodor Beckmann die perfide Systematik der rassisch begründeten Verfolgung und die totale Vernichtung der deutschen und damit auch der Dattelner Juden durch die Nationalsozialisten. Er führte die Gruppe zu den Stolpersteinen der Familien Goldberg, Hecht und Löwenberg, er erzählte die Geschichten der Familien Rosenbaum und Bock. Zudem steuerte der Heimatvereinsvorsitzende den Standort der ehemaligen Synagoge am Türkenort an, die der israelitischen Gemeinde neun Jahre (1929-1938) als Betsaal gedient hat. Der Spaziergang endete am Jüdischen Friedhof an der Düppelstraße; es ist erstaunlich, dass einige der Grabsteine dort die Jahre des Dritten Reichs überlebt haben.

Harmonischer Verlauf der Jahreshauptversammlung

Vorstand des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln nach der Jahreshauptversammlung 2026 im Dorfschultenhof.
Der Vorstand des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln (v. l.): Christa Rikaid, Monika Frey, Adelheid Luchini, Martina Beckmann, Theodor Beckmann, Daniel Toschke, Peter Friedrich, Margarete Kelch und Angela Händler.

11.03.2026

Bei der Jahreshauptversammlung des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins am heutigen Mittwoch im Dachsaal des Dorfschultenhofes wurden die Vorsitzenden Theodor Beckmann und Adelheid Luchini, die Geschäftsführerin Angela Händler und der Schatzmeister Daniel Toschke einstimmig wiedergewählt. Als Beisitzer fungieren für die nächsten drei Jahre Monika Frey, Christa Rikaid, Martina Beckmann und Peter Friedrich. Zur Kassenprüferin wählten die Mitglieder Margarete Kelch.

In seinem Geschäftsbericht blickte Theo Beckmann auf ein Jahr voller Aktivitäten zurück. Dazu gehörten das Frühlingssingen mit dem ehem. Musikschulleiter Christoph Vatheuer, der Schnatgang zur Brücke des Dortmund-Ems-Kanals über die Lippe, das Sommerfest, verschiedene Ausflüge per Fahrrad wie etwa am Tag des Denkmals sowie das Gedenken an die Pogromnacht, aber auch die Adventsfeier mit Paul Reding aus Waltrop.

Für dieses Jahr sind wieder eine Reihe von Veranstaltungen und Ausflüge vorgesehen: So eine Tagesfahrt nach Xanten am 27.06.2026, das Sommerfest am 01.08. oder ein Vortrag zur Geschichte Dattelns in den 1930er Jahren am 07.10., zusammen mit Wolfgang Thimian.

Unsere Termine im März

Am Mittwoch, 11. März 2026, lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln um 15 Uhr zur ordentlichen Mitgliederversammlung in den Dachsaal des Dorfschultenhofes ein. Auf der Tagesordnung stehen Rückblicke, Neuwahlen und Planungen. Inmitten der vielen Formalien sorgen Kaffee und Kuchen für die nötige Geselligkeit. Eine

rege Teilnahme der Mitglieder wird erbeten, da wichtige Entscheidungen für die zukünftige Arbeit des Heimatvereins anstehen.

Einladung zur Jahreshauptversammlung des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln 1922 e.V. am 11. März 2026 um 15:00 Uhr im Dachsaal des Dorfschultenhofs in Datteln. Mit Vereinslogo und Stadtansicht im Kopfbereich.
Plattdeutscher Sprach- und Heimatverein Datteln 1922 e.V.

Am Montag, 16. März 2026, starten die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Datteln mit einem Spaziergang zu den Stolpersteinen.

Der Vorsitzende unseres Heimatvereins Theodor Beckmann führt durch unsere Stadt zu den hier in den Boden eingelassenen kleinen Gedenktafeln aus Messing, die der Künstler Gunter Demnig an die Opfer des Nationalsozialismus in Datteln verlegt hat.

In Datteln gibt es jetzt 21 Stolpersteine.

Sie sind Teil des größten dezentralen Mahnmals der Welt. Bei dieser Führung erfahren die Teilnehmer*innen Geschichte und Geschichten zu den Messingsteinen und zu den Menschen, für die sie verlegt wurden.