Abseits des Autoverkehrs

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche möchte der Dattelner Heimatverein zeigen, dass das Radwegenetz im Ruhrgebiet unterdessen mehr und mehr Möglichkeiten eröffnet, die Nachbarstädte auf Wegen abseits des Autoverkehrs sicher und entspannt zu erreichen: auf zu Radwegen ausgebauten ehemaligen Zechenbahntrassen, auf Betriebswegen an den Kanälen oder an der Emscher, auf komfortablen, blau beschilderten Fahrradstraßen.

Ziel der diesjährigen Tour war der Bochumer Norden: Über Suderwich, den Frankenweg, eine gelungene Fahrradstraße, nach Recklinghausen, dann über die Allee des Wandels zur Zeche Ewald in Herten, über die Ewaldtrasse zur 153 Meter langen Grimberger Sichel, die sich schwungvoll über den Rhein-Herne-Kanal schwingt, und über die Erzbahntrasse zur ehemaligen Krupp-Zeche Hannover in Bochum-Günnigfeld.

Nach einer längeren Pause und der Besichtigung des Zechenmuseums ging es weiter entlang der Grummer Teiche, über die Lothringentrasse nach Gerthe, von dort durch das Herner Hügelland und das Emscherland zurück nach Datteln.

Wie immer gab es am Wegesrand Interessantes zu entdecken: Höhepunkte der Tour waren sicherlich der Besuch der Maschinenhalle der Zeche Hannover, die Runde durch die benachbarte Bergarbeitersiedlung Dahlhauser Heide und die Einkehr beim Griechen am Gerther Markt.

Steinkreuze am Wegesrand

Anlässlich des Internationalen Denkmaltages machte sich der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein auf eine Rundreise durch Datteln zu den Steinkreuzen am Wegesrand, sowohl zu denen, die unter Denkmalschutz stehen, aber auch zu den zahlreichen anderen Kreuzen in der Stadtmitte, in Ahsen, in Meckinghoven, in Hachhausen, in Klostern oder in Bockum.

Der Vereinsvorsitzende Theo Beckmann hat die hochinteressanten Geschichten rund um diese Kreuze zusammengetragen: die Geschichte des ältesten Dattelner Kreuzes, dem Femekreuz aus Eifeler Basaltstein in der Nähe der Grenze zwischen den Gemeinden Datteln und Henrichenburg aus dem 14. Jahrhundert; die lange Tradition des Schifferkreuzes in Ahsen, die bis ins Jahr 1830 zurückreicht; die Anfänge des leider arg ramponierten Ensberg-Kreuzes am Ölmühlenweg aus dem Jahre 1893; die Aufstellung des Hochkreuzes auf dem Hauptfriedhof im Jahre 1910.

Zum Abschluss unserer Runde waren wir zu Gast im Garten der Familie Dieckhöfer. Ihr mächtiges Steinkreuz im Vorgarten stammt vom Hof Brauckmann aus dem Jahre 1945. Vielen Dank für Speis’ und Trank.

STADTRADELN 2025 gestartet

STADTRADELN 2025 gestartet

Am Sonntagmorgen ging es los am Rathaus – bei optimalen Bedingungen: Sonnenschein, eine leichte abkühlende Brise, also nicht zu warmes Wetter, heute Nachmittag kamen wir nach 56 interessanten Kilometern wieder nach Hause zurück, um zahlreiche Eindrücke und um ein Bündel an Informationen reicher.

Die 20 teilnehmenden Radfahrerinnen und -fahrer haben bei dieser Tour durch fünf Städte des Kreises Recklinghausen so für ihr Team, aber eben auch für die Stadt Datteln etliche Kilometer gesammelt. Die Runde führte durch Oer-Erkenschwick, Marl, Herten und zweimal über Recklinghäuser Stadtgebiet zurück in die Heimat Datteln.

Besondere Punkte am Rande des Weges: der Flughafen Loemühle, der Erzschacht AV 4/5, die Josefkirche in Marl-Drewer, die Szenerie am City-See Marl mit Blick auf den Marler Stern und die zwei Türme des Marler Rathauses, die freundliche Gastronomie in der Ried, die sanierten Anlagen der ehemaligen Zeche in Herten-Scherlebeck. Immer wieder ein Erlebnis ist die Schussfahrt auf der Allee des Wandels in Richtung Recklinghausen-Hillen.

Am Ende des Tages dankten alle dem Lotsen der Tour, der ihnen diese Erlebnisse ermöglicht hat: Theo Beckmann, Vorsitzender des Dattelner Heimatvereins und auch Vorsitzender des städtischen Klima-, Umwelt- und Mobilitätsausschusses.

Fahrradfahren mit dem Dattelner Heimatverein – 

Drei Radtouren im September

STADTRADELN, Tag der offenen Denkmals, Europäische Mobilitätswoche – an diesen drei Initiativen mit regionaler Strahlkraft beteiligt sich der Dattelner Heimatverein. Jeweils sonntags begleitet der Heimatvereins-Vorsitzende Theo Beckmann interessierte Heimatfreunde auf seinen drei Exkursionen zu denkwürdigen Orten im Kreis Recklinghausen (am 7.9. um 10:30 Uhr ab Rathaus), zu denkmalgeschützten Bauwerken in Datteln (am 14.9. um 11 Uhr ab Rathaus) und ins nahe Ruhrrevier (am 21.9. um 10:30 Uhr ab Versöhnungskirche, Meckinghover Weg 20.)

In Kooperation mit der Stadt Datteln und der Volkshochschule der Stadt Datteln. Weitere Informationen zu diesen Rundtouren sind beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann (Tel. 02363-65852) erhältlich. Eine förmliche Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnehmenden sollten Verpflegung sowie witterungsangepasste Kleidung und Spaß am Fahrradfahren mitbringen. Geradelt wird wie immer auf eigene Gefahr. Es handelt sich um eine relativ einfach zu fahrende Strecke mit überwiegend flachem Verlauf. Interessierte können kostenlos teilnehmen. 

Ein schönes Stück Heimat

Auf seinen Radtouren verspricht der Dattelner Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein regelmäßig, ein schönes Stück Heimat zu erkunden. Dieses Mal führte unser Vereinsvorsitzende Theodor Beckmann 25 Radelnde in den Dortmunder Norden. Ziel war der Fredenbaumpark.

Auf dem Hinweg passierten wir eine mit einer Herde Heckrinder besetzten Weide in Schwieringhausen und den Industriehafen der ehemaligen Zeche Hardenberg. Auf dem Wasser konnten wir Ruderer beim Training beobachten, denn das Deutsche Ruder-Leistungszentrum liegt nicht weit von Fredenbaum. 

Durch ein aufwändiges Drängelgitter erreichten wir die großzügig gestaltete Parkanlage. Grünflächen, Teichanlagen und ein Restaurant luden uns ein zum Schauen, zum Verweilen, zum Rasten, zum Erholen und Genießen.

Der Rückweg führte uns auf dem seit kurzem endgültig fertig gestellten Emscher-Radweg durch die Emscher-Auen in die Mengeder Heide. Sie bilden einen Verbund von Hochwasser-Rückhaltebecken, die den Hauptlauf der Emscher weiter unterhalb im Falle eines Hochwassers entlasten sollen. Nach langer Trockenheit fuhren wir an einer idyllischen, wasserarmen Aue vorbei, die man im Ruhrgebiet so nicht erwarten würde. Die Emscher schlängelt sich in weiten Bögen durch das breite Tal. 

Unser launiger Ausflug, der den Teilnehmenden zahlreiche überraschende Einblicke und Erkenntnisse bot, endete bei Kaffee und Kuchen in der Waltroper Lohburg.