Aktuelles

  • Dankandacht und Feier zum 90jährigen Vereinsbestehen am 5. Dezember 2012

    Die Dankandacht und Feier zum 90jährigen Bestehen des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln 1922 e.V. findet statt am 5. Dezember 2012:

    Beginn um 14.30 Uhr im Herrmann-Grochtmann-Museum mit einer ökumenischen Dankandacht, gestaltet von Pfarrer Martin Limberg und Pfarrer Thomas Mämecke. Anschließend: Grußwort unseres Bürgermeisters Wolfgang Werner Gemeinsames Kaffeetrinken Erinnerungen und Rückblick auf 90 Jahre Vereinsgeschichte Zum Abschluss eine kleine Überraschung

  • Wichtige Terminänderungen

    Sonntag, der 9. September 2012, 15:00 Uhr

    Tag des offenen Denkmals in Zusammenarbeit mit der Stadt Datteln besichtigen wir den Bunkerstollen in Datteln, Heibeckstraße. Treffpunkt am Ärztehaus an der Brücke des Mühlenbaches.

    Mittwoch, der 24. Oktober 2012, 15:00 Uhr (ursprünglicher Termin: 3. Oktober)

    Hermann-Grochtmann-Museum: Wir zeigen den vom LWL herausgegebenen Kulturfilm Das Vest Recklinghausen 1952 Kulturfilm von Karl-Heinz Kramer.

  • Wie kommt der Strom in die Steckdose?

    …darüber macht man sich gemeinhin keine Gedanken. Er ist einfach drin, und man kann ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit auf Knopfdruck da raus holen.

    Der Heimatverein wollte es näher wissen und hatte sich und die Freunde vom Heimatverein Oer-Erkenschwick am Mittwoch, 15. August bei E.on eingeladen, um sich ein bisschen kundiger zu machen in Sachen Stromherstellung im Allgemeinen und des neuen 1100-Megawatt-Monoblock-Steinkohlekraftwerk „Datteln 4“ im Besonderen.

    Letzteres ist heftig umstritten und –zu etwa 80 % fertig gebaut – derzeit eine Baustelle im Wartestand, auf der an einigen Stellen weiter gebaut, an anderen auf Grund von Fehlern, _place_holder; Versäumnissen, Klagen und Einsprüchen aus vielen Richtungen eben nicht.

    Dennoch ist E.on davon überzeugt, dass das Kraftwerk Datteln 4 – zwar mit Verzögerung – ans Netz gehen und die uneffektiven „alten Möhrchen“ Datteln 1 bis 3, so wie Shamrock in Herne auf moderne weitaus effektivere Weise ersetzen wird.

    Kraftwerke, die im Wesentlichen Bahnstrom erzeugen und Fernwärme liefern. Schon heute fährt in Deutschland jeder 5. elektrisch betriebene Zug mit Bahnstrom aus Datteln. Sind die Blöcke Datteln 1 bis 3 erst einmal abgeschaltet, wird im neuen Block 4 gar 25% des, in Deutschland benötigten, Bahnstroms produziert.

    E.on-Mitarbeiterin Franziska Krasnici komprimierte das alles und noch vieles mehr in einem spannenden, knapp 2 ½ stündigen Vortrag und blieb darüber hinaus in einer angebotenen Fragerunde keine Antwort schuldig. Aber „Grau ist alle Theorie.“

    Auf einer Rundfahrt mit dem Bus machte E.on – Mitarbeiter Jörg Schlottmann den Heimatfreunden das soeben „Gelernte“ an Ort und Stelle transparent.

    Sowohl am 180 m hohen Kühlturm, der zu 20 % aus Beton besteht, der mit der Kraftwerksasche aus „Shamrock“ hergestellt ist und den Vorteil hat, dass er nicht nachdunkelt, als auch am, auf dem kompletten Kraftwerksgelände – pardon: -baustelle –, bereits als natürlichen Bachlauf renaturierten _place_holder; Ölmühlenbach. Mit „Wasserqualität Stufe 1“, so Jörg Schlottmann.

    Die Vorsitzende Gertrud Ritter bedankte sich bei den beiden Dattelner Neubürgern Franziska Krasnici und Jörg Schlottmann mit einer kleinen Auswahl „Dattelner Hefte“

    Text und Foto: Jürgen Rottmann

    (Das Foto zeigt die Gruppe vor dem neuen Kraftwerk „Datteln 4“)

  • Burgen, Brücken und Barock – Heimatverein auf Dattelner Spuren im Bergischen Land

    Da sage einer, der Hauch der konkret erlebten Heimatgeschichte habe bei ihm kein Gänsehaut-Gefühl erzeugt.

    Auf die Spuren der Dattelner Barockorgelbauer Joannes und Heinrich Streffing, deren Schaffenszeit für den Zeitraum von 1733 bis 1764 belegt ist, hatten sich 39 Mitglieder des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln beim Jahresausflug gesetzt. Fahrtziel war die evangelische Stadtkirche in Remscheid-Lüttringhausen.

    Die wurde nach dem verheerenden Stadtbrand von 1733 des damals noch selbstständigen Städtchens Lüttringhausen in der heutigen Form mit den riesigen Emporen und einem Fassungsvermögen von rund 1000 Personen wieder aufgebaut, und 1738 mit eben jener großen Orgel ausgestattet, die die Lüttringhausener 1736 bei dem „westfälischen Orgelmacher Joannes Streffing zu Datteln“ bestellt hatten, ein Jahr nach der Kirchweihe von 1737 geliefert bekamen, und mit 775 Reichsthalern bezahlen mussten.

    Jürgen Harder, nach 42 Jahren als Kirchenmusiker soeben in den Ruhestand getreten, stellte den Besuchern aus Datteln „seine“ Orgel zunächst in einem spannenden Vortrag und dann mit virtuosen Kabinettstückchen quer durch die Orgelliteratur der Jahrhunderte auch akustisch vor. Was da klingt, ist freilich eine Orgel der Firma von Beckerath aus Hamburg aus den 1970er Jahren. Die äußere Hülle ist nach Rekonstruktion heute wieder „Original-Streffing“. Einige Zierfiguren im Prospekt sind gar historische Streffing-Orginale. Streffing original ist auch der, durch die bauliche, nach rechts und links seitlich, anstatt nach vorn weisende Anordnung der Pedaltürme der 24-Register- Orgel, bedingte Klangeffekt. Nicht so ganz „westfälisch“, aber im Bergischen Land durchaus üblich, ist auch die Anordnung der Orgel samt Spieltisch hoch oben über Altar und Kanzel.

    Betrachtet man die Orgel als Gesamtkunstwerk, stellt sich die Frage, warum Lüttringhausen der einzige komplette Neubau der beiden „Orgelmacher zu Datteln“ blieb, die im Reparatur- und Pflegebereich in Westfalen offenbar durchaus einen guten Ruf hatten. Tief beeindruckt von diesem „Abtauchen“ in greifbare Heimatgeschichte, rundeten die Ausflügler mit Besuchen an den beiden „TOP 50“-Sehenswürdigkeiten Müngstener Brücke und Schloss Burg zu einem gelungenen Tag im Bergischen Land ab.

    Tief beeindruckt vom „Abtauchen“ in konkrete Heimatgeschichte lauschen die Mitglieder des Heimatvereins den Ausführungen des Lüttringhauser Kirchenmusikers Jürgen Harder über die Streffing-Orgel aus Datteln.

    König David und die Posaunenengel im Prospekt der Orgel sind noch Originalteile aus den Händen der Streffing-Brüder

    Es sieht so aus, als säße er mitten drin in der Orgel. Jürgen Harder steht neben dem Spieltisch ganz oben.

    „Bergische Kaffeetafel – oder besser gesagt, das, was der Wirt des „Hauses Müngsten“ dafür hielt – am großen Panoramafenster mit Blick zur Müngstener Brücke.

    Letzte Station im Bergischen Land: Schloss Burg an der Wupper

    (Text und Fotos: Jürgen Rottmann)

  • Jahresausflug ins Bergische Land

    Datteln. Ins schöne Bergische Land geht der diesjährige Jahresausflug des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln. Los geht es mit dem Reisebus am Dienstag, 10. Juli 2012 um 10 Uhr am Neumarkt in Datteln und um 10.15 Uhr an der Schlosskirche in Horneburg.

    Im Bus gibt es noch freie Plätze. Die Vorsitzende, Gertrud Ritter, bittet um umgehende verbindliche Anmeldung unter Telefon 02363 62019. Erstes Fahrtziel ist die evangelische Stadtkirche in Lüttringhausen, das heute ein Stadtteil von Remscheid ist. Auf den Spuren der Brüder Johann (1701-1783) und Heinrich Streffing, der „Orgelmacher zu Datteln“, bei denen die Lüttringhausener Gemeinde 1736 anlässlich des Wiederaufbaus der Kirche nach dem großen Stadtbrand die neue Orgel bestellt und 1738 erhalten hatte. Heute ist die Streffing-Orgel aus Datteln in ihrer barocken äußeren Erscheinung wieder hergestellt und beinhaltet seit 1971 eine Orgel der Hamburger Firma Beckerath. Kirchenmusiker i. R. Jürgen Harder wird die Ausflügler informieren und mit einem kleinen Konzert erfreuen. Weitere Höhepunkte des Ausflugstages sind die Besichtigung der Müngstener Brücke, von Schloss Burg und eine umfangreiche traditionelle „Bergische Kaffeetafel“. Darüber hinaus besteht Gelegenheit zur Einnahme eines Mittagessens. Im Fahrpreis von 30 Euro pro Person sind die Kosten für Fahrt, Eintrittsgelder, die Führung, das kleine Konzert und Bergische Kaffeetafel enthalten. _place_holder; „Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.“ Freut sich der Heimatverein auf viele Mitfahrer.

  • Jahreshauptversammlung 2012

    Hermann-Grochtmann-Museum. (jr) Ein spannendes Programm 2012 und einstimmig entlasteter Vorstand:

    Der Proband wird 90 und es geht ihm gut. Etwas „junges Blut“ täte dem „Plattdeutschen Sprach- und Heimatverein Datteln von 1922“ gut, aber sonst herrscht reges Vereinsleben unterm Dach des Museums. Nicht nur bei der Jahreshauptversammlung. Gertrud Ritter – seit 31 Jahren an der Vereinsspitze r resümierte ein erfolgreiches Jahr 2011. Themen reichten von Ökumene- Gottesdiensten, Filmvorführungen, der Aktion Stolpersteine, Neujahrs -und Nikolausfeier bis zur dreitägigen Tour ins Saarland. Im Programm 2012 führt der Vize-Vorsitzende Theo Beckmann am 31. Mai eine gesellige 20-km Fahrradtour rund um Datteln. Start ist um 14 Uhr am Neumarkt. Der Jahresausflug am 10. Juli ab 10 Uhr folgt den Spuren der Dattelner Barock-Orgelbauer Joannes und Heinrich Streffing ins Bergische Land. Mit Abstechern zur Müngstener Brücke und Schloss Burg. Keinen Erfolg brachte der Versuch, die Bergmannssiedlung „Becklemer Weg“ aus dem Jahre 1925 unter Denkmalschutz zu stellen. „Denkmal“, so Dr. Carlheinz Münnnighoff, sei zwar das alte „Dr.-Wirxel-Haus“ an der Marktstraße, aber der Verfallszustand lasse wenig Hoffnung auf Rettung. Ursula Ernesti und Heinz Kortmann sind Kassenprüfer.

    Jahreshauptversammlung 2012

  • Jahresprogramm 2012

    Liebe Heimatfreunde,

    ein neues abwechslungsreiches Programm haben wir bis ins Jahr 2013 erstellt, und bitten Sie, diese Termine vorzumerken und sehr rege an allen Veranstaltungen teilzunehmen.

    • Mittwoch, 21. März 2012, 16:00 Uhr, Bücherwurm Tänzer, Castroper Str. 33, Eintritt frei
      In Zusammenarbeit mit dem Filmclub wird der Film „Unter Bauern“ gezeigt.
      Einen Ausschnitt haben wir am 09. November 2011 gesehen.

    • Gründonnerstag, 05. April 2012, 15:00 Uhr, Friedenskirche am Schiffshebewerk
      Ökumenischer Gottesdienst zur Karwoche in plattdeutscher Sprache, in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Waltrop.
      Der Gottesdienst wird zelebriert von Pfarrer Hans Overkämping und Schifferpastor Horst Borrieß.

    • Mittwoch, 23. Mai 2012, 15:00 Uhr, Hermann-Grochtmann-Museum
      Jahreshauptversammlung

    • Donnerstag, 31. Mai 2012, 14:00 Uhr, Treffpunkt Neumarkt Datteln
      Fahrradtour rund um Datteln unter der Führung von Theo Beckmann.
      Ca. 15 bis 20 km mit Einkehrpause.

    • Mittwoch, 20. Juni 2012, 15:00 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz am Manufaktum, Zeche Waltrop
      Der Künstler Paul Reding führt uns zum Kreuzweg auf der Halde der Zeche Waltrop und erklärt uns die einzelnen Stationen aus künstlerischer Sicht.
      Im Anschluss trinken wir Kaffee im Cafe Manufaktum.

    • Dienstag, 10. Juli 2012, 10:00 Uhr, Fahrt nach Solingen / Remscheid
      Abfahrt: 10:00 Uhr Neumarkt, 10:15 Uhr Horneburg
      11:30 Uhr Besichtigung der Kirche in Lüttringhausen.
      Die Orgel der Kirche wurde 1738 von den Dattelnern Heinrich und Johann Streffing gebaut.
      Führung durch Herrn Harder.
      Anschließend besichtigen wir die Müngstener Brücke, Schloss Burg und beenden mit der Bergischen Kaffeetafel.
      Gelegenheit zum Mittagessen ist gegeben.
      Rückkehr: 19:00 Uhr in Datteln
      Kosten für Fahrt, Eintritt, Führung und Kaffeetafel: 30,00 Euro

    • Mittwoch, 15. August 2012, 15:00 Uhr, Besichtigung des E.ON Geländes
      Information und Rundfahrt mit einem Omnibus. Treffpunkt: Schachtstraße.
      Es entstehen keine Kosten.

    • Sonntag, 09. September 2012, 15:00 Uhr, Tag des offenen Denkmals
      Wir besichtigen den Bergmanns-Stollen in Datteln, Heibeckstraße.
      Treffpunkt am Ärztehaus.

    • Mittwoch, 03. Oktober 2012, 15:00 Uhr, Hermann-Grochtmann-Museum
      90 Jahre Plattdeutscher Sprach- und Heimatverein Datteln 1922 e.V.
      Eine kleine Feier mit Rückblick und Erinnerungen.

    • Mittwoch, 31. Oktober 2012, 15:00 Uhr, Hermann-Grochtmann-Museum
      Wir zeigen den vom L WL herausgegeben Kulturfilm „Das Vest Recklinghausen 1952“
      Ein Kulturfilm von Karl-Heinz Kramer aus dem Jahr 1952.

    • Mittwoch, 09. November 2012, 15:00 Uhr, Hermann-Grochtmann-Museum
      Gedenken an die Reichspogromnacht.
      Zu der Ausstellung „Unvergessen“ sehen wir den Film „Beerdigung auf Jüdisch“.

    • Mittwoch, 12. Dezember 2012, 15:00 Uhr, Hermann-Grochtmann-Museum
      Weihnachtsfeier

    • Mittwoch, 09. Januar 2013, 15:00 Uhr, Hermann-Grochtmann-Museum
      Neujahrsempfang mit Rückblick und Vorschau auf das Vereinsjahr 2013.
      Apotheker Carlheinz Münnighoff stellt uns den neuen Kalender der Alten Apotheke vor. (Bilder aus Datteln).
      Ilse Weiring erfreut uns wieder mit Neujahrshörnchen.

    Zu allen Veranstaltungen sind auch Nichtmitglieder als Gäste herzlich willkommen.

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch und verbleiben mit einem herzlichen „gued goahn“

    Gertrud Ritter
    Vorsitzende

    Maria Huxel
    stellv. Vorsitzende

  • Heimatverein beim deutschen Fußballmeister Borussia Dortmund

    BVB

    Beim Plattdeutschen Sprach- und Heimatverein Datteln steht es jetzt 1:1. Nach der Besichtigung der Arena auf Schalke im vergangenen Jahr statteten die Dattelner Heimatfreunde jetzt dem Signal Iduna Park der schwarz-gelben Borussia in Dortmund einen spannenden Besuch ab.

    Die Beucher erfuhren jede Menge Wissenswertes von Stadionführer Rolf Hallemeier, der sich als wandelndes Lexikon in Sachen Dortmund im Allgemeinen und Geschichte des Fußballs von seinen Anfängen als „Schlacht“ zwischen Dörfern, bei der hunderte von Menschen versuchten, das Spielgerät ohne Rücksicht auf Verluste, auf dem Marktplatz des Nachbardorfes unterzubringen, und dem BVB 09 im Besonderen erwies.

    Von den „ersten drei Regeln“ – einsehbarer Platz, zeitliche Begrenzung des Spiels und elf Mann pro Mannschaft – bis zum Milliarden schweren Wirtschaftsfaktor Profi-Fußball wusste er zu erzählen und von den Superlativen der Südtribüne. Gigantisch beispielsweise die Zahlen in Zusammenhang mit dem Stromverbrauch. Äußerst spartanisch eingerichtet die Kabinen der Mannschaften. Noch spartanischer allerdings der Stadion eigene Knast in den Katakomben der Tribüne. Bis zu 200 Randalierer können dort „isoliert“ werden, wenn sie sich draußen im Stadion nicht benehmen können. In Dortmund ist man stolz darauf, durch diverse Fan-Projekte auch in Zusammenarbeit mit Fan-Clubs des jeweiligen Gegners eventuelle Randalierer immer besser in den Griff zu bekommen. Rolf Hallemeier: „Wir hatten schon Spiele, wo hier keiner mehr weggesperrt werden musste. Wen es erwischt, der bleibt dort bis zwei Stunden nach dem Spiel in Verwahrung.“

    Leuchtende Augen dann bei allen BVB-Fans im Borusseum beim Blick auf Meisterschale und Champions-League-Pokal.

    So ein bisschen 1:1 mit blau-weißer Tendenz steht es übrigens auch bei Gertrud Ritter. Die Chefin des Heimatvereins hatte sich nach dem Besuch auf Schalke als Neu-Fan der Knappen geoutet. Und jetzt nach dem Besuch beim BVB? „Dortmund war auch schön.“

    Text und Fotos Jürgen Rottmann

    BVB

    BVB

    BVB

    BVB

    BVB

  • Mosel, Saar, Ruwer

    Plattdeutscher Sprach- und Heimatverein Datteln besucht den Südwesten Deutschlands.

    Dr. Markus Warncke, Direktor des Bereichs Finanzen bei Villeroy & Boch, hatte die Mitglieder des Dattelner Heimatvereins eingeladen, seiner neuen Wahlheimat Mettlach einen Besuch abzustatten. Der gebürtige Dattelner, der seine Kindheit und Jugend an der Böckenheckstraße verlebte, empfing die Gäste aus der alten Heimat im Erlebniszentrum des weltbekannten Unternehmens bei Kartoffelsuppe und Waffeln.

    Zuvor hatten die Besucher die Möglichkeit genutzt, sich im Mettlacher Zweigwerk umfassend über die Geheimnisse die Sanitärproduktion zu informieren – über das Mischen der Rohstoffe, über das Formen der Badezimmerkeramik, über den Trocknungsprozess, über die Glasur und über den Brennvorgang. Alle zeigten sich überrascht über den großen Schwund eines Produkts während des Fertigungsprozesses: aus der Brennkammer kommen die einzelnen Teile nämlich 12 % kleiner heraus als sie anfangs geformt werden.

    Natürlich durfte anschlie0end ein Besuch im Verkaufsraum der Firma nicht fehlen, die sich nicht nur mit ihrer Sanitär- und Fliesenproduktion einen klangvollen Namen gemacht hat, sondern auch für ihr wertvolles Porzellan gerühmt wird.

    Im Beiprogramm der viertägigen Fahrt stand eine Schifffahrt auf der Saarschleife, ein Abstecher in das wunderschöne Saarburg mit seinem 18 Meter tiefem Wasserfall mitten im Ortskern und der Besuch der alten Römerstadt Trier. Eine zweistündige Stadtrundfahrt führte die Reisegruppe nicht nur zur Porta Nigra, ins Amphitheater und in die Konstantinsbasilika, sondern auch in die Weinberge vor den Toren der Stadt.

    Nachdem auf der Rückfahrt noch das kleine Städtchen Bad Münstereifel angesteuert worden war, sagte Gertrud Ritter, die Vorsitzende des Vereins, zum Abschluss: „Wir haben auf dieser Fahrt so viele schöne Dinge gesehen, für die vor allem älteren Teilnehmer sei es aber nie zu anstrengend geworden, weil sich alle Programmpunkte in Ruhe und ohne zeitliche Hektik aneinander reihten.“

  • Heimatverein besucht Lippe-Ausstellung auf der „Ostara“

    Ausflug Ostara

    „7000 Jahre Freunde und Feinde“. So ungefähr 220 Kilometer lang ist die Lippe, und damit der längste Fluss in NRW. „So ungefähr“, weil das so ganz genau nicht feststellbar ist. Auch von Rosemarie Schloßer nicht, der Chefin des Hermann Grochtmann-Museums in Datteln. Dort ist der kleinere, aber versicherungstechnisch wertvollere, Teil der Wanderausstellung „Mensch und Fluss, die Lippe, 7000 Jahre Freunde und Feinde“ derzeit untergebracht.

    Der andere Teil der, von Kurator Dr. Georg Eggenstein für den LWL zusammengestellten Schau, ist im Bauch des historischen Schleppkahns „Ostara“ im Schleusenpark Henrichenburg zu sehen. Dass „Ostara“ die römische Göttin der Morgensonne war, das verschloss sich den Mitgliedern des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln, die nach früherer Besichtigung der Exponate im HGM, jetzt das Bild komplettieren wollten. Als sie mit der Vorsitzenden, Gertrud Ritter, an der Spitze am Tag vor Fronleichnam das Ausstellungsschiff besuchten, schüttete es von oben wie aus Kübeln. Was Rosemarie Schlosser zu der ermutigenden Aussage verleitete, Heimatkunde sei eben keine Hallensportart. Der heimische Fluss, der gleich hinter Datteln vorbei fließt, die nördliche Grenze des „Reviers“ bildet, und alles, was „achter de Lipp‘“ liegt, ins Münsterland verbannt, erwies sich auch im ehemaligen Laderaum der „Ostara“ als spannendes Thema. Scheint es auf den ersten Blick heute so, als sei die Lippe nur noch ein friedlicher Fluss, der der idyllischen Lippeaue den Namen und inzwischen – nach etlichen Jahrzehnten des üblen Missbrauchs durch häufig ungeklärte Abwassereinleitungen – dem einen oder anderen Edelfisch wieder eine Heimat gibt, so ist ihre Bedeutung nach wie vor enorm. Zum Beispiel bei der Regulierung der Wasserstände in den vier künstlichen Wasserstraßen, die Datteln zum größten Kanalknotenpunkt der Welt gemacht haben. Die Lippe hatte für die Menschen zu allen Zeiten wichtige Funktionen. Sie war in 7000 Jahren Fischerei-Revier, Verkehrsweg, Grenze, Kultplatz, militärische Befestigung sowohl bei den Römern in vorchristlicher Zeit als auch zur Franzosenbesatzung in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Mühlen standen an ihren Ufern wie etwa die Papiermühle nahe Haus Vogelsang am ehemaligen Lippewehr an den Stromschnellen in Ahsen. Als Energiequelle wurde sie genutzt. Städte wie Hamm, Kamen, Werne, Lünen, Haltern und Dorsten gingen aus Lippe-Siedlungen hervor. Auch Datteln hat mit dem ehemaligen Fischer- und Schifferdorf Ahsen einen direkten Lippezugang.

    Text und Fotos: HJR

    Ausflug

    Ausfluf Ostara