Radtour im Rahmen der Woche der Demokratie 2026
April 19 , 13:00 – 17:00
Radtour mit Besuch von Ausstellung und Mahnmal zur Erinnerung an NS-Zwangsarbeit
Radtour im Rahmen der Woche der Demokratie 2026
April 19 , 13:00 – 17:00
Radtour mit Besuch von Ausstellung und Mahnmal zur Erinnerung an NS-Zwangsarbeit
Die Würde des Menschen ist unantastbar - Nie wieder Zwangsarbeit!
am Sonntag, 19.04.2026, 13 Uhr ab Dorfschultenhof Datteln, Genthiner Straße 8
Besuch der Ausstellung „Kinder, die nicht zählten“ des Heimatvereins Waltrop im Heimathaus Waltrop, Riphausstraße 31 und des Mahnmals am ehemaligen Entbindungs- und Abtreibungslager in Waltrop-Holthausen

Die Ausstellung und das Mahnmal erinnern daran, dass im Frühjahr 1943 in der Waltroper Bauerschaft Holthausen ein Entbindungs- und Abtreibungslager für Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa eingerichtet wurde. Viele der dort geborenen Kinder überlebten nicht.
Mit dieser Veranstaltung will der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln 1922 e.V. die Gräuel eines undemokratisches Systems, des Nationalsozialismus, aufzeigen.
Wir wollen auf die Wichtigkeit von demokratischen Werten hinweisen, die Wichtigkeit und Existenz von demokratischem Handeln aufzeigen und dies in unserer Stadt sichtbar machen.
Mit unserer Radtour wollen wir ein gemeinsames Zeichen setzen für Freiheit, Vielfalt, Solidarität und Toleranz.
Zwanzig Personen waren zum Dorfschultenhof gekommen, die dem Vorsitzenden des Dattelner Heimatvereins folgen wollten zu den Stolpersteinstandorten in unserer Stadt. Unter dem Motto „Nie wieder Minderheiten ausgrenzen“ verurteilte Theodor Beckmann die perfide Systematik der rassisch begründeten Verfolgung und die totale Vernichtung der deutschen und damit auch der Dattelner Juden durch die Nationalsozialisten. Er führte die Gruppe zu den Stolpersteinen der Familien Goldberg, Hecht und Löwenberg, er erzählte die Geschichten der Familien Rosenbaum und Bock. Zudem steuerte der Heimatvereinsvorsitzende den Standort der ehemaligen Synagoge am Türkenort an, die der israelitischen Gemeinde neun Jahre (1929-1938) als Betsaal gedient hat. Der Spaziergang endete am Jüdischen Friedhof an der Düppelstraße; es ist erstaunlich, dass einige der Grabsteine dort die Jahre des Dritten Reichs überlebt haben.