Gelungener Auftakt der Wochen gegen Rassismus

Gruppe von etwa zwanzig Personen bei einem Rundgang zu Stolpersteinen in einem Wohngebiet in Datteln

Zwanzig Personen waren zum Dorfschultenhof gekommen, die dem Vorsitzenden des Dattelner Heimatvereins folgen wollten zu den Stolpersteinstandorten in unserer Stadt. Unter dem Motto „Nie wieder Minderheiten ausgrenzen“ verurteilte Theodor Beckmann die perfide Systematik der rassisch begründeten Verfolgung und die totale Vernichtung der deutschen und damit auch der Dattelner Juden durch die Nationalsozialisten. Er führte die Gruppe zu den Stolpersteinen der Familien Goldberg, Hecht und Löwenberg, er erzählte die Geschichten der Familien Rosenbaum und Bock. Zudem steuerte der Heimatvereinsvorsitzende den Standort der ehemaligen Synagoge am Türkenort an, die der israelitischen Gemeinde neun Jahre (1929-1938) als Betsaal gedient hat. Der Spaziergang endete am Jüdischen Friedhof an der Düppelstraße; es ist erstaunlich, dass einige der Grabsteine dort die Jahre des Dritten Reichs überlebt haben.

Unsere Termine im März

Am Mittwoch, 11. März 2026, lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln um 15 Uhr zur ordentlichen Mitgliederversammlung in den Dachsaal des Dorfschultenhofes ein. Auf der Tagesordnung stehen Rückblicke, Neuwahlen und Planungen. Inmitten der vielen Formalien sorgen Kaffee und Kuchen für die nötige Geselligkeit. Eine

rege Teilnahme der Mitglieder wird erbeten, da wichtige Entscheidungen für die zukünftige Arbeit des Heimatvereins anstehen.

Einladung zur Jahreshauptversammlung des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln 1922 e.V. am 11. März 2026 um 15:00 Uhr im Dachsaal des Dorfschultenhofs in Datteln. Mit Vereinslogo und Stadtansicht im Kopfbereich.
Plattdeutscher Sprach- und Heimatverein Datteln 1922 e.V.

Am Montag, 16. März 2026, starten die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Datteln mit einem Spaziergang zu den Stolpersteinen.

Der Vorsitzende unseres Heimatvereins Theodor Beckmann führt durch unsere Stadt zu den hier in den Boden eingelassenen kleinen Gedenktafeln aus Messing, die der Künstler Gunter Demnig an die Opfer des Nationalsozialismus in Datteln verlegt hat.

In Datteln gibt es jetzt 21 Stolpersteine.

Sie sind Teil des größten dezentralen Mahnmals der Welt. Bei dieser Führung erfahren die Teilnehmer*innen Geschichte und Geschichten zu den Messingsteinen und zu den Menschen, für die sie verlegt wurden.