Gelungener Auftakt der Wochen gegen Rassismus

Gruppe von etwa zwanzig Personen bei einem Rundgang zu Stolpersteinen in einem Wohngebiet in Datteln

Zwanzig Personen waren zum Dorfschultenhof gekommen, die dem Vorsitzenden des Dattelner Heimatvereins folgen wollten zu den Stolpersteinstandorten in unserer Stadt. Unter dem Motto „Nie wieder Minderheiten ausgrenzen“ verurteilte Theodor Beckmann die perfide Systematik der rassisch begründeten Verfolgung und die totale Vernichtung der deutschen und damit auch der Dattelner Juden durch die Nationalsozialisten. Er führte die Gruppe zu den Stolpersteinen der Familien Goldberg, Hecht und Löwenberg, er erzählte die Geschichten der Familien Rosenbaum und Bock. Zudem steuerte der Heimatvereinsvorsitzende den Standort der ehemaligen Synagoge am Türkenort an, die der israelitischen Gemeinde neun Jahre (1929-1938) als Betsaal gedient hat. Der Spaziergang endete am Jüdischen Friedhof an der Düppelstraße; es ist erstaunlich, dass einige der Grabsteine dort die Jahre des Dritten Reichs überlebt haben.