Aktuelles

  • Erntedank am Früchteteppich

    Fahrt zum Früchteteppich in Herten-Langenbochum am 2. Oktober 2019, Abfahrt: 13 Uhr ab Neumarkt. 13:15 Uhr ab Horneburg

    Am 2. Oktober 2019 lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln in Kooperation mit der Volkshochschule seine Mitglieder und Gäste ein zu einem beschaulichen Nachmittag im Zeichen des Erntedanks. Der Früchteteppich der Gemeinde St. Maria Heimsuchung lockt jedes Jahr im Herbst zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach Herten-Langenbochum. Seit fast 40 Jahren legen die Frauen von St. Maria Heimsuchung zum Erntedank einen Früchteteppich vor den Altar. Früchte, Gemüse, Kastanien und Samenkörner zeigen jedes Jahr ein anderes biblisches Motiv. Die Fahrt startet am Dattelner Neumarkt um 13 Uhr, in Horneburg um 13:15 Uhr. Zum Abschluss der Fahrt geht es in die Hertener Ried zu Kaffee und Kuchen. Der Unkostenbeitrag für die Fahrt und die Einkehr beträgt 20 Euro. Anmeldungen bitte beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann (02363-65852) oder bei der VHS Datteln (02363-107412).

  • Große Resonanz

    Das Angebot des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins und der Volkshochschule, am Internationalen Tag des Denkmals eine geführte Radtour zu denkmalgeschützten Bauwerken der Stadt Datteln zu unternehmen, wurde gut angenommen. Unter der Leitung von Theodor Beckmann und Andreas Beilein machten sich ca. 40 interessente Heimatfreunde vom Dorfschultenhof auf einen 20 km langen Rundkurs, der sie an zahlreichen Gebäuden vorbeiführte, die alle in den 1920er Jahren errichtet wurden. Herausragende Beispiele dieser damals modernen, architektonisch stilprägenden Epoche, die entweder mit den Begriffen Bauhaus oder Expressionismus charakterisiert wird, sind der Altbau des Dattelner Gymnasiums (1929), die Ev. Lutherkirche (1928), die 10kv-Umspannstation am Natroper Weg (1930) und die Fassade des Wohn- und Geschäftshauses Hohe Straße 26a. Auf die vielen Fragen, die aus dem Kreis der Teilnehmer nach dem Stand der Entwicklung rund um das denkmalgeschützte Wirxel-Haus in der Marktstraße gestellt wurden, konnte der Dattelner Beigeordnete Dirk Franke leider keine positiven Antworten geben. Jeder Käufer eines denkmalgeschützten Objekts gehe damit automatisch die Verpflichtung ein, dieses Objekt zu schützen. Rechtliche Sanktionen habe die Stadt aber nicht, wenn ein Eigentümer seinen Verpflichtungen nicht nachkomme, so Franke.

  • Radtour zum Vestischen Radeljahr 2019 am Tag des offenen Denkmals

    am 8. September 2019, 11 Uhr am Dorfschultenhof, Genthiner Straße 7

    Die Volkshochschule der Stadt Datteln und der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln 1922 e.V. laden ein zur Teilnahme am Dattelner Beitrag zum Vestischen Radeljahr 2019 des Kreises Recklinghausen. Wie immer findet am Internationalen Tag des offenen Denkmals eine Radtour statt, bei der unser historisches Erbe ins rechte Licht gerückt werden soll. In diesem Jahr startet die Tour am 8. September um 11 Uhr am Dorfschultenhof, Genthiner Straße 7. Auf verkehrsarmen Wegen geht es durch Feld und Wald, die gesamte Tagesstrecke ist flach und auch für Familien geeignet.

    Andreas Beilein (Stadt Datteln) und Theodor Beckmann (Heimatverein) steuern denkmalgeschützte Gebäude in Datteln an. Anlässlich des 100. Geburtstags der Bauhausbewegung werden in diesem Jahr Schwerpunkt der Runde Gebäude sein, die in den 1920er Jahren entstanden sind und Bauhausstilelemnte aufweisen. Außerdem sollen aktuelle Fragen der Verkehrsplanung und Stadtentwicklung vor Ort thematisiert werden.

    Die Teilnahme ist gebührenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen sind zu den Geschäftszeiten der Volkshochschule Datteln unter 02363-107412 erhältlich.

  • Alles elektrisch

    Wie der Strom aus der Steckdose in den letzten 100 Jahren unser Leben geprägt hat, das wurde den Mitgliedern und Gästen des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins bei ihrem Besuch im Recklinghäuser Strommuseum deutlich. Der Rundgang begann mit einer „Fahrt“ in einer über 100jährigen Straßenbahn aus dem Jahre 1916, führte vorbei an einem elektrisch betriebenen Webstuhl und von Elektromotoren angetriebenen Werkzeugmaschinen, in einen alten Frisiersalon, in eine Küche aus der Zeit der 50er Jahre und endete im nachgebauten Kinosaal. Elektrizität hat unser Leben nicht nur verändert, sondern revolutioniert - man denke nur an die Unterhaltungselektronik und die Informationstechnologie. Sich heute einen Stromausfall auszumalen, das ist für viele Menschen das Allerschlimmste.

    Gruppenfoto auf der Wiese hinter dem 1927/28 erbauten Umspannwerk Recklinghausen, in dem heute die Geschichte des Stroms erzählt wird.

    Nach einer Einkehr im Garten des Yachthafens in Pöppinghausen stoppte die Gruppe auf ihrer Heimfahrt am Garten der Familie Langner in Suderwich. Die circa 4000 Quadratmeter große Grünanlage befindet sich an der König-Ludwig-Trasse auf einem renaturierten Grundstück der ehemaligen Schachtanlage König-Ludwig 4/5. Rund um den ehemaligen Lokschuppen der früheren Zechenbahn betreiben die Eigentümer ihre Imkerei „Bienenhort“. Dass der Garten äußerst bienenfreundlich angelegt ist, überrascht daher nicht. Neben vielen heimischen Gemüsesorten haben die Langners zahlreiche Obstbäume und insektenfreundliche Blumensorten gepflanzt, aber auch Wildwiesen sowie Wasser- und Seerosenbecken angelegt.

  • Junge Frauen putzen Stolpersteine

    14 Tage lang leben 14 junge Erwachsene aus Europa, Asien und Südamerika in Datteln. Sie sind die Teilnehmer des 4. Internationalen Workcamps der Evangelischen Kirchengemeinde. Im Rahmen ihrer „Arbeitseinsätze“ haben sich fünf der jungen Frauen daran gemacht, die 20 in der Stadt verlegten Stolpersteine wieder glänzend zu putzen. Mit Schwämmen, Stahlwolle und verschiedenen Reinigungsmitteln haben Dami aus Südkorea (26), Nao (20) aus Japan, Charlotte (18) aus Deutschland, Claudia (18) aus Spanien und Eleonora (18) aus Italien die Stolpersteine von angesetzter Patina und Schmutz beseitigt. Auf ihrer Runde zu den sechs Stellen, an denen der Kölner Künster Günter Demnig die Steine 2011 und 2012 verlegt hatte, wurden sie von Pfarrer Thomas Mämecke und dem Vorsitzendem des Heimatvereins Theodor Beckmann begleitet.

    An den jeweiligen Standorten gedachte die Runde in einer Phase der Stille der jüdischen Nachbarn, die Opfer des NS-Regimes geworden waren. Entweder gelang ihnen die Flucht nach Übersee oder aber sie wurden verhaftet, verschleppt und ermordet – in Riga, im KZ Stutthoff oder in Auschwitz. Die Teilnehmerinnen lasen die Namen derer vor, die einmal in den Häusern wohnten, vor denen heute die Steine verlegt sind. „Durch das Saubermachen der Steine bringen wir die Namen wieder an die Oberfläche“, betonte Pfarrer Mämecke. Theo Beckmann gab jedem Namen ein Gesicht: er erzählte den jungen Frauen Einzelheiten aus den Lebensgeschichten der früheren Mitbürger, Mit einem kurzen Gebet endete dann jeweils die Säuberungsaktion.

    Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein möchte sich bei den jungen Frauen für ihr Engagement herzlich bedanken.

  • Strom erleben im Museum „Strom und Leben“

    Start der Radtour: Sonntag, 25. August 2019, 10:30 Uhr ab Datteln Parkplatz Kinderklinik

    Traditionell lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein zum Abschluss der Sommerferien Mitglieder und Gäste ein zum sanften Reisen: In diesem Jahr führt die Radtour am 25. August zum Strommuseum in Recklinghausen-Süd. Das Museum mit seiner Ausstellung Strom & Leben wurde vor vielen Jahren im denkmalgeschützten Umspannwerk eröffnet, einem Gebäude, das in den Jahren 1927/28 von der damaligen VEW errichtet wurde und das heute drei Dinge in sich vereint: Baudenkmal, technisches Denkmal und moderne Betriebsstätte. Die Strecke ist ohne große Schwierigkeiten. Sie führt einerseits am Wasser entlang, an der Emscher und am Rhein-Herne-Kanal, andererseits nutzt sie die bequeme Zechenbahntrasse. Die Länge der Tour beträgt ca. 45 km.

    In Kooperation mit der Volkshochschule der Stadt Datteln. Weitere Informationen zu dieser Rundtour, die um 10:30 Uhr am Parkplatz der Kinderklinik startet, sind beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann (Tel. 02363-65852) erhältlich. Eine förmliche Anmeldung ist nicht erforderlich. Kosten in Höhe von 10 Euro pro Person entstehen für den Eintritt ins Museum und für die angefragte Führung.

  • Der „Wald der Toten“ und seine 13 Opfer aus Datteln

    Datteln. Acht Frauen und fünf Männer jüdischen Glaubens aus Datteln kamen während des Zweiten Weltkriegs in Riga ums Leben.

    Von Fabian Hollenhorst, Dattelner Morgenpost, 31. Juli 2019

    Die Reise nach Riga war für Theo Beckmann in seiner Funktion als Vorsitzender des Heimatvereins eine Herzensangelegenheit.. Er begab sich auf die Spuren von 13 Dattelner Juden, die 1942 in die lettische Hauptstadt gebracht wurden und dort zu Tode kamen. Wieder zurück in Datteln regt Beckmann nun bei Bürgermeister André Dora an, dem Riga-Komitee des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge beizutreten.

    Das Getto von Riga – viel habe sich laut Theo Beckmann im Vergleich zu den 40er Jahren nicht geändert. Es sei, wie zu der Zeit als Juden aus ganz Deutschland nach Riga verfrachtet wurden, ein sozialer Brennpunkt der Hauptstadt. Der Zug, der am 27. Januar 1942 von Dortmund aus mit 13 Juden aus Datteln und Tausenden weiteren aus der ganzen Region in Richtung Riga aufbrach, sei einer der letzten aus Deutschland gewesen.

    Das Grauen folgt auf Schritt und Tritt

    Theo Beckmann (li.) liest an der Gedenkstätte im „Wald der Toten“ die Namen der Dattelner Opfer vor. (Foto: Privat)

    Es sei eine bedrückende Atmosphäre gewesen, als er von dort zum Wald von Bikernieki – dem Wald der Toten – aufbrach. Dahin, wo 35.000 Juden ermordet oder verscharrt wurden. 25.000 davon seien von den Nazis aus Deutschland dorthin gebracht worden, berichtet Beckmann. „Hier im Wald von Bikernieki wurden in den Jahren 1941 bis 1944 durch das NS-Regime und dessen freiwillige Helfer Tausende Juden aus Lettland, Deutschland, Österreich und Tschechien sowie politisch Verfolgte und sowjetische Kriegsgefangene ermordet“, steht am Waldeingang auf Steintafeln in vier Sprachen geschrieben.

    Beckmann, der im Rahmen einer Studienreise des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und des Kolping-Bildungswerkes Münster nach Riga gereist war, bringt seine Erlebnisse auf den Punkt: „Das Grauen verfolgt einen dort auf Schritt und Tritt. Wer auf diesem Waldstück gewesen ist, muss von diesen unzähligen Massengräbern berührt werden.“ An einer zentralen Gedenkstätte mitten im Wald, wo knapp 5000 Granitsteine in den Boden eingelassen wurden, ließ Theo Beckmann es sich nicht nehmen, die Namen der fünf Männer und acht Frauen aus Datteln vorzulesen, die dort zu Tode kamen. „Das war mein Beitrag im Rahmen einer Gedenkfeier“, so der Heimatvereinsvorsitzende.

    Neben dem Getto und dem Wald der Toten besuchte Beckmann auch den „Alten Jüdischen Friedhof“, der während des NS-Regimes fast komplett zerstört wurde. Auch dort steht eine Gedenktafel, die mit einem Davidstern versehen ist. Ebenfalls stand der Besuch eines deutschen Soldatenfredhofes bei dieser „ernsten Reise“ auf dem Programm. Im Zuge des Einmarsches der Russen im Jahr 1944 sind in Riga Tausende Deutsche Soldaten gefallen. Die russische Besatzung dauerte bis 1991 an. Seitdem geht es laut Theo Beckmann nicht nur touristisch aufwärts, auch das Riga-Komitee, das aus 56 Städten aus ganz Deutschland besteht, arbeitet an vielen Projekten in der Hauptstadt. Zuletzt sind mit Borken und Bottrop Gemeinden aus der unmittelbaren Dattelner Nachbarschaft eingetreten.

    Und Datteln soll nun folgen, wenn es nach Theo Beckmann geht. Diesen Wunsch übermittelte er nun zusammen mit Eindrücken der Reise Bürgermeister André Dora. „Es ist Zeit für Datteln, das Projekt ebenfalls zu unterstützen“, schreibt er in seinem Brief. 2000 Euro für den Erhalt und die Pflege der Gräber- und Gedenkstätte Bikernieki müsste die Stadt dafür leisten. Beim Eintritt würde die Stadt auf einem Gedenkstein in Riga verewigt und bekäme auf der Homepage des Riga-Komitees eine eigene Unterseite, um von ihren Aktivitäten innerhalb des Komitees zu berichten. Spätestens seit einer Riga-Ausstellung im Dorfschultenhof wird an einem möglichen Eintritt ins Riga-Komitee auch aktiv bei der Stadt gearbeitet, wie Sprecher Dirk Lehmanski erklärt: „Wir stehen dem Thema positiv gegenüber.“ Über einen Eintritt müsste letztendlich der Stadtrat entscheiden.

    Die Eindrücke, die der Vorsitzende des Dattelner Heimatvereins dem Dattelner Bürgermeister André Dora übermittelt hat, sind veröffentlicht unter: https://www.gruene-datteln.de/die-erinnerung-wachhalten

  • „O schaurig ist´s übers Moor zu gehn“

    Ein Besuch im Venner Moor

    Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln entführte seine Mitglieder und Gäste ins Venner Moor. Sechstausend Jahre ist es alt und doch immer wieder anziehend: Der Vereinsvorsitzende Theo Beckmann zeigte den Teilnehmern der Fahrt die Schönheit und Einzigartigkeit der Moorlandschaft: der leicht nachgebende Boden, über den man ganz entspannt laufen kann, die immer etwas feuchte Luft, das kräftige Grün der Vegetation auf dem trotz der langen Trockenheit noch gut durchfeuchteten Boden, die Flächen, wo früher der Torf gestochen wurde, aus denen sich später die Teiche entwickelt haben. Das Venner Moor lockt mit seiner geheimnisvollen Stimmung, die niemand besser in Worte gefasst hat als Annette von Droste-Hülshoff in ihrem Gedicht „Der Knabe im Moor“: „Vom Ufer starret Gestumpf hervor, Unheimlich nicket die Föhre,“ Natürlich wurden diese packenden Zeilen von einer Fahrtteilnehmerin vorgetragen, denn nirgendwo kann man diese Worte besser auf sich einwirken lassen als mitten im Moor.

    Anschließend besuchte die Gruppe noch die kleine Dorfkirche aus dem Jahre 1249, die dem Hl. Johannes dem Täufer gewidmet ist, und den angrenzenden Friedhof mit seinem 2013 neu errichteten Kreuzweg. Ein gemeinsames Kaffeetrinken im Hofcafé Tenkhoff mit selbstgebackenem Kuchen rundete den Ausflug ab.

  • Fahrt ins Venner Moor

    am Samstag, 13. Juli 2019, 13 Uhr ab Horneburg, 13:15 Uhr ab Neumarkt

    Das Venner Moor ist ein ehemaliges Hochmoor in der Nähe von Senden, unmittelbar am Dortmund-Ems-Kanal gelegen. Die Dattelner Volkshochschule und der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein wollen dieses Regenmoor, das weitgehend abgetorft wurde, auf dem ausgewiesenen Rundweg (4,7 km) durchwandern. Ein Teilstück des Weges ist inzwischen mit einem Bohlenweg ausgestattet. Im Zentrum des Naturschutzgebietes liegen waldfreie Reste des ehemaligen Torfkörpers. Hier befinden sich vier große, inzwischen wassergefüllte Torfstiche, in denen zögerlich ein Renaturierungsprozess stattfindet. Das übrige Gebiet ist heute weitgehend mit Birken und Kiefern bewaldet. Den Abschluss des Nachmittags bildet ein gemeinsames Kaffeetrinken in Senden. Anmeldungen für die Fahrt nehmen die VHS (02363-107425) oder der Vereinsvorsitzende Theodor Beckmann (02363-65852) entgegen. Der Unkostenbeitrag beträgt 25 Euro.

  • Von Datteln nach Wesel

    Lippeabwärts, nach Wesel am Rhein, ging die diesjährige Tagesfahrt des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins. Am Willibrordi-Dom, der evangelischen Stadtkirche Wesels, begrüßte Herr von Blomberg die mitgereisten Mitglieder und Gäste; anschließend zeigte er ihnen die Kirche und erklärte ihnen, wie eine so kleine Stadt wie Wesel im Mittelalter zu einer so großen Kirche gekommen ist. Die verkehrstechnisch günstige Lage der Stadt an der Mündung der Lippe in den Rhein hatte Wesel reich und attraktiv werden lassen; dies veranlasste die wohlhabenden Bürger, ihre Stadtkirche mehrmals zu vergrößern, ja – im ewigen Wettstreit - sie größer zu erbauen als die Kirchen der Nachbarstädte. Und sie schmückten sie zudem mit einem fast 100 Meter hohen Turm.

    Als reiche und bedeutende Stadt am Niederrhein war Wesel auch immer das Ziel der Begierde ausländischer Machtinteressen: die Niederländer, die Spanier, die Franzosen, zuletzt die Preußen zogen in die Stadt ein und befestigten sie mit Stadtmauer und Zitadelle. Der Besuch dort war dem Thema „Von Wilhelm nach Weimar“ gewidmet, einer anschaulichen Sonderausstellung mit vielen Exponaten aus den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Sie erinnert daran, dass sich das Deutsche Reich vor 100 Jahren nach der Abdankung des Kaisers Wilhelm II. und der parlamentarischen Revolution im Sommer 1919 in Weimar die erste demokratische Verfassung gegeben hat.

    Zum Abschluss der Fahrt gab es bei herrlichem Sonnenschein am Ufer der Lippe auf der Terrasse des Lippeschlösschens Kaffee und Kuchen.